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    Hallo,
    um es vorweg zu nehmen:
    Der folgende Beitrag stammt aus dem Forum vor dem Datenverlust. Ich hatte mir ein paar Beiträge, die mir sehr hilfreich waren auf Festplatte abgespeichert. Leider fehlt mir in diesem Fall der Autor. Wenn das Posten nicht erwünscht ist bitte wieder Löschen.

    Erstmal beide Schrauben etwa 2 Umdrehungen auf,
    und den Leerlaufeinsteller im rechten Seitendeckel aufdrehen,
    bis er keinen Kontakt zum Einstellhebel mehr hat.
    Die Einstellschrauben am DK-Gehäuse so weit reindrehen bis der Motor grade noch so läuft.
    Dann wieder rausdrehen, bis man für jede Schraube genau den Punkt erreicht
    an dem die Drehzahl am höchsten ist,
    und weiteres Aufdrehen keinen Drehzahlanstieg mehr bewirkt.
    Danach müssten 1100-1200 U/min anliegen.
    Den Einsteller im Seitendeckel wieder reindrehen bis 1300-1500 U/min anliegen.
    AP empfiehlt 1300 +/- 50, viele bevorzugen 1500, da die Lastwechsel dann sanfter ausfallen.

    Mach dir vorm Einstellen mit Filzstift Markierungen an Schrauben und Gehäuse.
    Dann kannste sehen ob es einen Unterschied zur ursprünglichen Einstellung gibt.


    Was passiert wenn die Drosselklappen ganz zu sind ?

    Genau, der Motor kriegt keine Luft, und geht aus.
    Wir hätten aber gerne daß er bei geschlossenem Gasgriff anbleibt.

    Deshalb gibt es einen kleinen Kanal im DK-Gehäuse, über den er trotzdem Luft kriegt.
    Da die Einspritzmenge im Leerlauf festgelegt ist, muß die Luftmenge geregelt werden.
    Dazu bohrt man in diesen Kanal ein Loch, in das man eine Schraube reindreht.
    Mittels dieser Schraube kann dann die Luftmenge eingestellt werden, die durch den Kanal strömt.
    Da der Motor im Lastbereich mit einem Luft-Benzin Verhältnis von etwa 14:1 läuft,
    versucht man dieses Verhältnis im Leerlauf ebenfalls einzustellen.
    Damit erreicht man, daß der Übergang vom Leerlauf zum Lastbereich möglichst geschmeidig vor sich geht.

    Soweit die Theorie . .

    Nun stellt man den Leerlauf mit geschlossenen Klappen auf etwa 1100 U/min ein,
    um die Klappen danach wieder so weit zu öffnen bis etwa 1400 U/min anliegen.
    Das macht Sinn, da der Motor bei schnellem Schließen der Klappen kurzzeitig überfetten und ausgehen könnte.
    Von unserer schönen CO Einstellung bleibt dabei allerdings nicht viel übrig . .

    Damit wäre wohl auch die immer wiederkehrende Frage,
    warum das Kombiinstrument bei verbundenen Diagnosesteckern nicht 0 sondern 1 anzeigt, beantwortet.

    ("Hä, versteh ich nicht . ." - - " Na weil die Klappen ein Grad auf sind, du Leuchte" )

    Man darf auch die Behauptung, daß ab 3000 U/min das Steuergerät die Regelung übernimmt, nicht falsch verstehen.
    Es ist nicht so daß es einen Punkt gäbe, an dem das Steuergerät eingreift, aber vorher nix tut.
    Die CPU regelt ständig, ab der ersten Umdrehung,
    nur hat die Luft, die durch den Leerlaufkanal strömt, im Stand einen relevanten Anteil an der Gesamtluftmenge.
    Je weiter man die Drosselklappen öffnet, desto geringer wird ihr Anteil am Ganzen.
    Ab etwa 3000 U/min macht das bischen Luft aus dem Leerlaufkanal kaum noch 1% der Gesamtmenge aus,
    und ist deshalb für das Benzin/Luft Verhältnis irrelevant.

    Man könnte den Bypass ebensogut weglassen und den Leerlauf über den DK-Anschlag einstellen.
    Bei Anlagen, deren Einspritzdüsen vor den Klappen sitzen bleibt einem sowieso nix anderes übrig.
    Der Bypass ist ein Relikt aus Vergaserzeiten, moderne Einspritzungen brauchen eigentlich keinen.
    Nur müssten dann im Leerlauf zusätzlich die D-Klappen geregelt werden, was mehr Bauaufwand und Kosten bedeutet.

    Das einzig wichtige ist die saubere Synchronisierung der Zylinder,
    und darauf hat die Leerlaufeinstellung keinerlei Einfluß.

    Die zusätzlichen Einstellschrauben am Steuergerät sind nur Spielerei.
    Mit ihnen kann man das "Polster" innerhalb des Kennfeldes ausnutzen.
    Es ist nicht so daß es für jeden Fahrzustand absolut exakt definierte Parameter gibt.
    Es gibt vielmehr obere und untere Grenzwerte.
    Die CPU peilt die Mitte an, und lässt den Sensoren ein wenig Spielraum zum nachregeln.
    Mittels der Einstellschrauben am Steuergerät kann man die Tendenz der CPU in Richtung fett/mager abstimmen,
    aber eben nur innerhalb der Grenzwerte für den jeweiligen Fahrzustand.
    Auch mit ganz zu/auf- gedrehten Schrauben läuft der Motor nie wirklich zu mager/fett.

    Es ist Blödsinn zu behaupten man müsse nach einem Auspuffwechsel CO einstellen.
    Die CO Einstellung betrifft nur den Leerlauf, und hat absolut keinen Einfluß auf's Fahrverhalten.
    Die CPU hat überall Sensoren, und merkt wenn mehr Luft rein - oder Abgas rausgeht.


    Wer mit all dem nix anfangen kann, und unbedingt was einstellen will, macht folgendes:

    Einstellschrauben am DK-Gehäuse 1.5 Umdrehungen auf.
    Die Schrauben am Steuergerät in Mittelstellung, wenn das Eprom nicht drauf reagiert isses eh egal.
    Leerlaufdrehzahl mittels Einstellschraube im Seitendeckel auf 1400.
    Und dann tut euch selber einen Gefallen und vergesst die Dinger !


  • #2
    Hallo hanniball,

    toller Beitrag bzw. zum Glück hast du ihn gerettet

    Jetzt stellt sich mir nur die Frage (wenn es doch zum Schluss heißt: "...und vergesst die Dinger!"):
    Wann/ warum sollte man denn dann überhaupt an den Schräubchen drehen?

    Besten Dank im Voraus

    Grüße
    aleeex

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    • #3
      meine tuono 2005 rückelt ziemlich stark bei nierdrigen touren,

      ich hab mal versucht nach diesem beitrag die zylinder ein wenig zu synchronisieren


      Dann wieder rausdrehen, bis man für jede Schraube genau den Punkt erreicht
      an dem die Drehzahl am höchsten ist,
      und weiteres Aufdrehen keinen Drehzahlanstieg mehr bewirkt.
      Danach müssten 1100-1200 U/min anliegen.


      wenn ich beide schrauben voll rausdrehe, habe ich eher 2100 U/min, und nicht 1100-1200 U/min. natürlich bei voll rausgedrehtem einsteller auf der rechten seite.

      hab beide jetzt ca. 1.5 umdrehungen offen, der vordere reagiert viel stärker als der hintere. beim verstellen der hinteren schraube passiert fast nichts.

      die potis am steuergerät reagieren bei mir. hab ein eprom von gabro drin. wenn ich beide reindrehe stellt der motor ab.
      hab bischen rumgespielt und die drehzahl und ton überwacht. wenn ich den einten poti voll reingedreht lasse und den anderen voll rausdrehe, dreht dreht der motor am höchsten und gefühlt sich am ausgelichesten an.

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      • #4
        Spiele da nicht ohne abgastester und synchronisiermanometer rum. Du machst es zu 99% nicht besser.

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        • #5
          Hi Alex

          manufact " wenn ich den einten poti voll reingedreht lasse und den anderen voll rausdrehe... "

          Also möglich merkst du dass das auch einen Hinweis ist auf ein mechanisches Problem z.B. ein Leck oder Injektor Problem ( oder sonstiges) oder sicher eine überlagerte Fehlabstimmung, wie schmutzi1990 dir schon höfflich angedeutet hatte

          Der linke Poti ist, wenn du auf das Steuergerät drauf schaust, für den hinteren Zylinder. Wenn "reingedreht" heißt maximal auf Anschlag im Uhrzeigersinn (UZS) , dann ist der Zylinder, gerade bei Gabro-EPROMs Mega-Fett. Eher werden die Potis bei Gabro, es sei denn man hat richtig getuned, nach links ( gegen UZS) gedreht.

          Ein Motor läuft nicht auf einmal wie ein Sack Nüsse. Nutze die SuFu und prüfe mal alle üblichen Gummiteile, Schläuche an Kupplung, Drucksensor usw. Stell sicher das alles perfekt i.O. und Dicht ist. Prüfe auch das Rückschlagventil des APPC. Vermutlich hast du ein Ansaugleck über den hinteren Zylinder oder ein Problem mit dessen Injektor?

          Grüße

          Harry
          Zuletzt geändert von Harryx; 09.05.2024, 05:31.

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          • #6
            Hi,
            wenn ich einstelle fange ich mit neuen Kerzen, Kompressionstest und Ventilspiel check an.
            Ohne ein Paar guter Unterdruck-Synchronuhren (-0,6bar Vollausschlag) geht gar nichts. Ist nur wildes rumverstellen an irgendwelchen Schrauben.
            Pack ich an die CO Schrauben im Steuergerät brauche ich auch einen CO Tester, oder besser zwei (die genau gleich gehen!).
            Dabei immer die Kühlmitteltemperatur im Auge behalten. Steigt sie während des Einstellens über 87°C, kann ich die weitere Einstellung vergessen. Dann regelt die ECU dagegen und das wird dann nichts mehr. Ventilator vor die Kühler hilft.
            Nur meine Meinung. Bitte nicht falsch verstehen.

            Gruß Felix
            PS: Drosselklappensensor auf "0" einstellen vergessen...
            Zuletzt geändert von felix; 09.05.2024, 11:09.

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            • #7
              Vielen Dank für eure wertvollen Rückmeldungen.

              Kerzen habe ich letztens Mal getauscht.

              Hier mal ein Bild seitlich rein von rechts, das sieht schon ziemlich übel aus beim vorderen Zylinder.

              Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: grafik.png Ansichten: 0 Größe: 664,7 KB ID: 17179

              Ich versuche mal alles zu öffnen, diese Flansch-Gummis am Einlass zu ersetzen und nach weiteren Undichtheiten zu schauen.
              Da ich weder Abgastester noch Synchronisiermanometer habe, muss ich mich danach mal auf die Suche nach Hilfe machen.
              Wie man bereits merkt, bin ich auch nicht der Fachmann. Ich komme aus Thun, Berner Oberland, Schweiz. Ich hoffe, ich finde jemanden.


              Zuletzt geändert von manufact; 09.05.2024, 12:30.

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              • #8
                Hi,
                Sehr gut, das ist ja entweder das Übel oder ein Teil davon
                Dein Ansatz vorher war ja nicht ganz falsch obwohl man schon gefühlvoll und gezielt abstimmen muss. Am Ende geht nichts über Sychronisierung mit Uhren oder einen Twinmax und einen CO-tester.

                Gummis eventuell bei CAN-AM bestellen: SuFu nutzen!

                Grüsse,

                Harry
                Zuletzt geändert von Harryx; 11.05.2024, 10:43.

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                • #9
                  hab jetzt mal einiges auseinandergenommen.

                  mein gummi flansch ist nur aussen leicht spröde, aber sicher noch dicht. die sind ja recht dickwandig. tausche trotzdem einen mal, hab die vor ein paar jahren diie mal auf vorrat "ans lager" bestellt, als ich gesehen hab, dass sich kleine risse entfalten.

                  sonst sehe ich keine undichtheit.

                  hab auf der linken seite den deckel (unten hellblau markiert) am drosselklappen-köprer geöffnet und das einspritzventil abgenommen und wollte die dichtungen anschauen, der kleine o-ring (gelb markiert) ist beim abstülpen sofort gerissen.
                  schade, muss den morgen ausmessen und irgendwo bestellen.Denke das sind NBR (Nitrilkautschuk) O-ringe.


                  Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht

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                  • #10
                    Hi, nur mal zur Info, hast du irgendwelche Änderungen gemacht am Motor, Einlass oder Auspuff die ein Gabro Eprom brauchen?

                    Grüsse

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                    • #11
                      nein, grosse ansaugmuffe.

                      den LeoVince schalli habe ich wieder im keller, mein bruder wollte nicht mehr hinter mir fahren, weil der so übel nach abgas gerochen hat


                      Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: grafik.png Ansichten: 0 Größe: 155,6 KB ID: 17219

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                      • #12
                        Der Abgas- / Benzingeruch kommt aber nicht vom Schalldämpfer, sondern von der Einstellung.

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                        • #13
                          Ok, das sind keine relevanten Änderungen die ein Gabro Eprom unbedingt bedingen. Dann stecke doch zuerst mal das RP58 mit pin 16 getrennt, mit Potis auf 12 bzw. maximal 13 uhr eingestellt, wieder zurück. (Aufpassen mit der Nut und vorsichtig einpressen).

                          Damit sollte deine Tuono -2005 normalerweise Top funktionieren. Wenn Sie jetzt nicht gut läuft suche den Fehler anderswo.

                          und wie reppentown schon sagte: der Auspuff war da nicht das Problem.

                          Grüsse,

                          Harry

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                          • #14
                            verstehe ich suche mal das alte EPROM

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                            • #15
                              Zitat von felix Beitrag anzeigen
                              Hi,
                              ...Pack ich an die CO Schrauben im Steuergerät brauche ich auch einen CO Tester, oder besser zwei (die genau gleich gehen!).
                              Dabei immer die Kühlmitteltemperatur im Auge behalten. Steigt sie während des Einstellens über 87°C, kann ich die weitere Einstellung vergessen. Dann regelt die ECU dagegen und das wird dann nichts mehr. Ventilator vor die Kühler hilft.
                              Nur meine Meinung. Bitte nicht falsch verstehen.

                              Gruß Felix
                              PS: Drosselklappensensor auf "0" einstellen vergessen...
                              Hi felix , Bei einem längeren Leerlauf, also gleich nach einer normalen Fahrt, sinkt die Batteriespannung auch langsam, wodurch die Injektoren langsam immer weniger einspritzen und bei mir nach Mager driften. Meine korrigiert z.B. die Injektor Totzeit ( Abhängig von der Batteriespannung) wohl nicht, oder nicht richtig, Heißt, ohne Power Commander aktiv, im Leerlauf läuft sie nach ein paar Minuten dann auf beiden Zylindern Lambda 0.94 statt Lambda 0.9 wo sie dann etwa 3% CO hat. Das Sie bei 75 °C magerer bzw. bei 95°C jetzt fetter läuft sehe ich eigentlich nicht.

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