Kein Motorstart, Elektronik, HILFE!

Einklappen

Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Kein Motorstart, Elektronik, HILFE!


    Moin zusammen, nach meinem Ersten Thread melde ich mich bereits mit meinem Zweiten. Kurz zu mir: Ich bin Levin, 24 Jahre alt und komme aus der Nähe von Stade in Niedersachsen. Vor ca. zwei Wochen habe ich mir nach harter Arbeit und langem Sparen eine Aprilia Tuono 1000 RR gekauft, Bj. 2006. Leider war der Spaß den ich mit dem Motorrad hatte vor drei Tagen vorbei.
    In meinem ersten Post hatte ich das Thema bereits angeschnitten, allerdings waren die Informationen zum Problem schlecht und eine mögliche Hilfestellung von sehr bemühten Mitgliedern dementsprechend schwierig.

    Ich muss vielleicht im Vorhinein sagen, dass ich zwar wirklich nicht auf beide Hände gefallen bin, aber von Elektrik, Elektronik und elektronisch gesteuerten Motorrädern wenig Ahnung habe. Da ich mittlerweile studiere, fehlt mir allerdings gleichzeitig auch das nötige Bargeld, um eine Werkstatt aufzusuchen.
    Mir bleibt also nicht viel übrig, als das Ganze selbst in die Hand zu nehmen.
    Ich bitte deshalb um Nachsicht, wenn im folgenden dumme Fehler, selbstverständliche Fragen oder Sonstiges aufkommen. Einen Spruch habt ihr jeder frei, aber am Ende würde ich mich natürlich über konstruktive Hilfe freuen...

    Ich versuche nun also in einem zweiten Anlauf, die ganze Sache etwas verständlicher und nachvollziehbarer darzustellen:

    Auf dem Heimweg nach einer Spritztour ging kurz vor der Haustür mein Motorrad aus. Motor und Bordelektronik verabschiedeten sich ohne eine Mucks und es war, als hätte man den Zündschlüssel umgedreht und abgezogen. Es gab kein Runtertouren, keine schlechte Gasannahme, kein Stottern- einfach aus.
    Erneute Startversuche blieben erfolglos und so schob ich den Rest zur Garage.

    Am nächsten Tag prüfte ich zunächst das Getriebe. Alle Gänge lassen sich durchschalten und auch beim Drehen des Hinterrades blockiert nichts.
    Die Batteriespannung betrug zu dem Zeitpunkt gerade einmal 12,2V, weswegen der Anlasser wahrscheinlich erst nur sehr langsam drehte und danach nur noch klickte.

    Eine Borddiagnose ergab den Fehlercode P-0600, der wohl auf einen allgemeinen Fehler von Motor und Getriebe bzw. von deren Computer- und Hilfsausgängen hindeutet (https://www.mycarly.com/de/obd-codes...-fehlfunktion/).

    Ich prüfte daraufhin die 30A Hauptsicherungen und bemerkte, dass die Sicherung im Steckplatz I (laut WHB zuständig für Einspritzbelastungen) total durchgeschmolzen war. Eine neue Sicherung brachte bzgl. des Motorstarts trotz frisch geladener Batterie leider keine Abhilfe.
    Danach habe ich sicherheitshalber, auch wenn sie augenscheinlich noch alle gut aussahen, jede Sekundärsicherung getauscht. Auch hier erfolglos...

    Am nächsten Tag hatte ich das Forum etwas durchstöbert und einen defekten Stator als mögliche Fehlerquelle ins Auge gefasst. Der erste Streich und somit vielleicht auch die erste schlechte Idee war es, den Spannungsregler und somit auch den Stator vom Hauptnetz zu trennen. Ich wollte, so war mein Gedanke, ein "sauberes" System schaffen, in welchem ein Kurzschluss o.Ä. durch einen defekten Stator ausgeschlossen ist.
    Nach Anleitung eines Users im Forum habe ich die Gelegenheit genutzt, um die Widerstände zwischen den Phasen einmal durchzumessen. Da meine Messung allerdings eher laienhaft war, lasse ich die Ergebnisse vorerst weg.

    Meine erste Zwischenfrage wäre hier, ob der Anschluss des Spannungsreglers und der dort abgehenden Kabel wichtig für die Funktion des Motorrads ist. Mein Stand ist, dass dadurch nur die Batterie geladen wird. Richtig?

    Ohne Stator wagte ich nun also einen weiteren erfolgslosen Versuch. Anlasser drehte ganz normal, aber es kam kein Start zustande.
    Meine Überlegung war dann also, mir den Schaltplan im WHB etwas genauer anzugucken.
    Ich kam zu dem Schluss, dass vor- und hinter der durchgeschmorten Sicherung nur folgende Verursacher stecken können:
    -Batterie
    -Einspritzrelais
    -Zündschlüsselschalter
    -ECU.

    Systematisch habe ich Zündschlüsselschalter und ECU ausgeschlossen, da diese ja offensichtlich noch funktionierten. Da ich mir bei der Batterie nicht ganz sicher war, habe ich das Motorrad vorerst mit meinem Auto überbrückt. Doch auch mit einem Anschluss an die Autobatterie ließ sich das Motorrad nicht starten.
    Zuletzt blieb in meinem Kosmos also nur noch das Einspritzrelais über, was mir bisher aufgrund des Fehlercodes auch am logischsten erschien.
    Nach langer, mühseliger Suche am ganzen Motorrad basierend auf Kabelfarben fiel mir auf, dass das gesuchte Relais mit einem weiteren an der hinteren linken Verkleidung beim Soziussitz sitzt (?).
    Bei der Messung der beiden Phasen erhielt ich am Einspritzrelais einen Wert von 110Ω​ und am anderen Relais, ich gehe vom Anlasserrelais aus, einen Wert von 115Ω​. Da beide Relais 12V und 30A haben und auf den ersten Blick gleich aussehen, ging ich in meinem Leichtsinn davon aus, dass ich die Relais einfach tauschen kann und so heraus finde, ob eines defekt ist.
    Gesagt getan, versucht zu starten und zack- Totenstille und eine leuchtende Servicelampe.
    Die Diagnose zeigt nun folgende Codes:
    P-0616 (https://www.mycarly.com/de/obd-codes...kreis-niedrig/)
    A-50 (https://www.mycarly.com/de/obd-codes...s-berdrehzahl/).
    Laut der Website deutet der P-Code daraufhin, dass am Anlasserrelais 1 Schaltkreis erkannt wurde (Was bedeutet "Schaltkreis" in diesem Zusammenhang?) und der A-Code auf Schaltkreis im Positionssensor des Generators.
    Als ich die Relais wieder zurücktauschte, änderte sich allerdings nichts am Fehlercode oder daran, dass nun gar nichts mehr passiert.
    Nun bange ich natürlich, ob ich damit nur meine Theorie eines defekten Relais bestätigt- oder mir das gesamte Moped zerschossen habe.

    Das Motorrad stand beim Vorbesitzer 1.5 Jahre und die Batterie hing in der Zeit an der Lade. Der Stator wurde bereits von Ihm getauscht. Etwas anderes am Motor wurde meines Wissens nach nicht gemacht.

    Ich bin mittlerweile wirklich mit den Nerven am Ende und hoffe, dass ihr mir vielleicht sagen könnt, ob Hopfen und Malz verloren sind oder Hoffnung besteht und wenn ja, wie ich jetzt am besten vorgehe- auch wenn das vielleicht aus der Ferne schwer zu beurteilen ist. Wie eingangs erwähnt bin ich ziemlicher Anfänger was Aprilia generell und elektron. gest. Mopeds angeht und dementsprechend verunsichert. Falls Fragen offen sind, versuche ich so schnell wie möglich zu Antworten.

    VIELEN DANK UND VIELE GRÜSSE!​
    Zuletzt geändert von levin.sch; 19.09.2024, 06:13.

  • #2
    Servus.
    Anbei die Aprilia Fehlercodeliste. Der A-50 hat mit dem Anlasser zu tun. Schlagartiges aus des Motors könnte ein defekter Nockenwellensensor oder dem Sensor auf dem Stator links sein. Ein Kabelbruch oder kalte Lötstelle am Zündschloß wär auch möglich. War dabei die Zündung, also Tacho auch weg? Diese mal prüfen. Im Forum muss irgenwo eine Anleitung sein, wie man diese überprüft. In der Regel geben die E-Bauteile nich so schnell auf.
    Gruß Gerhard
    Angehängte Dateien

    Kommentar


    • levin.sch
      levin.sch kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Moin, danke für deine Antwort.
      Der Tacho war beim Motoraus ebenfalls weg.
      Würdest du ein defektes Einspritzrelais also ausschließen?
      Mich irritiert eben, dass der Anlasserfehler erst nach dem tauschen der Relais aufgetreten ist und vorher nicht.
      Mit dem Prüfen beziehst du dich auf die Zündung?
      Weißt du, wo der Nockenwellensensor sitzt oder ist dieser von außen nicht erreichbar?

      VG Levin

  • #3
    Also wenn Tacho auch aus war, könnte irgenwo ein Kurzschluß sein. Zieh mal an den Kabeln zum Zündschloß und am Lenkkopf vorsichtig herum, ob hier eine Reaktion ist. Unterseite am Zündschloß drücken, eventuell eine kalte Lötstelle am Zündschloß. Tachogeber mal abstecken (Stecker nähe Bremshebel) hatte da auch schon mal einen Kurzschluß.
    Steck den Regler mal komplett aus, also braunen und weißen Stecker. Batterie muß voll sein und starte mal, was da passiert.
    Wieviel Km hat der Stator schon ab?
    Der Nockenwellensensor sitzt am hinteren Zylinder links. Wenn der defekt ist, läuft der Motor normal weiter, es erscheint Service im Display, da der Sensor am Statordeckel die Arbeit übernimmt. Wenn dieser getrennt ist, ist der Motor sofort aus.
    Wenn du das Starterrelais gewechselt hast, das alte mal einbauen, was da passiert.
    Ist halt eine Sucherei.
    Zuletzt geändert von thunderbolt49; 19.09.2024, 08:43.

    Kommentar


    • levin.sch
      levin.sch kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Das hatte ich wie gesagt bereits versucht, Stator und Regler sind quasi komplett ab. Batterie habe ich überbrückt, aber leider trotzdem keinen Erfolg.
      Bevor ich die Relais getauscht hatte lief der Anlasser, aber kein Motorstart. Seit dem Tausch und Rücktausch der Relais läuft dieser nicht mehr. Sprich das Problem mit dem Motorstart bestand bereits vor dem Anlasserfehler.
      Der Stator dürfte jetzt maximal 5.000 km runter haben.

      Den Tachogeber einfach einmal an- und wieder abstecken und nochmal versuchen? Oder wie prüfe ich den?

  • #4
    Moin,
    hatte damals ähnliche Probleme mit plötzlich Motor aus.
    Habe dann gequetschtes Kabel von Antenne-Zündschloss entdeckt.

    Tuono hat den anderen Tacho glaube ohne Antenne?

    Später wieder gleiche Symptome da war der
    Seitenständerschalter Defekt, überbrückt seit dem Ruhe.

    Dies nur zur Info..

    Gruß Marcus Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: IMG_2178.jpg Ansichten: 0 Größe: 38,9 KB ID: 18991
    Zuletzt geändert von Mongoose; 19.09.2024, 08:45.

    Kommentar


    • levin.sch
      levin.sch kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Danke für den Tipp! Zu dem Tacho habe ich mich noch nicht informiert, da weiß ich bisher nichts drüber.
      Allerdings deutet vieles auf einen Kurzschluss hin. Ich werde morgen auf die lange Suche gehen.
      Schon einmal vielen Dank!

  • #5
    Tachostecker mal trennen, nähe Fußbremshebel.
    Die Hauptsicherung wenn fliegt, ist irgenwo ein Kurzschluß.
    Du kannst wie vor beschrieben, den Stecker vom Seitenständer und den vom Kupplungsschalter unterm Tank zusammenstecken (Richtung Steuergerät) die passen zusammen.
    Benzinpumpe läuft?

    Kommentar


    • levin.sch
      levin.sch kommentierte
      Kommentar bearbeiten
      Alles klar, mache ich morgen mal. Dankeschön für die vielen Tipps!
      Die Benzinpumpe summt vor sich hin, riecht auch nach Sprit. Habe die Schläuche zwar nicht abgemacht und geguckt, allerdings schließe ich die VORERST aus ich werde morgen wie gesagt erstmal deine Vorschläge abarbeiten und mich dann auf die Suche nach möglichen Massefehlern/Kurzschlüssen machen. Dank des Schaltplans im WHB konnte ich alles schon einmal ganz grob eingrenzen.
Lädt...
X