Hitzeschutzblech hintere Bremspumpe

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  • Hitzeschutzblech hintere Bremspumpe

    Hallo zusammen,

    soweit ich weiß, wurde erst bei den späteren Modellen der RSV ein Hitzeschutzblech für die Bremspumpe verbaut. Bringt das Teil etwas oder handelt es sich dabei um gut gemeint, ist aber entbehrlich? Der Krümmer sitzt ja direkt in der Nähe...
    Meine frühe 2004er RSV hat das Teil natürlich nicht. Oder (einer) der Vorbesitzer hat es verschlampt.

    VG,
    Phil

  • #2
    Moin,
    man kann es montieren aber das A und O ist bei der hinteren Bremse vernünftiges Entlüften und vielleicht eine Racebremsfüssigkeit mit höherem Siedepunkt nehmen.
    Wichtig ist auch, den Bremssattel innen, dort wo die Beläge anliegen und ganz wichtig, den Stift, der durch den Sattel geht, der die Bremsleläge hält, zu kontrollieren.
    Die Beläge arbeiten sich durch Vibrationen sowohl in den Bremssatel als auch in den Stift ein. Dadurch klemmen die auf dem Stift/im Sattel und werden durch die Kolben vom Bremssattel nicht mehr mit der vollen Belagstärke an die Bremsscheibe gedrückt! Somit schlechte bis keine Bremswirkung.

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    • #3
      Hi Phil,
      ja die HR Bremse ein ewiges, weil von AP nicht gelöstes und ignoriertes Thema. Mir geht da immer der Hut hoch. Die haben bei AP das einfach ausgesessen. Minimale Maßnahmen (ein Blechlein für 2 Cent), oder einfach nur "richtig entlüften" (der Kunde oder der Händler ist ja zu doof dazu) soll es richten. Richtig, der ein oder andere versteht Hydraulik nicht, wenn man die Zange nicht nach oben hängt, geht auch die Luft nicht raus. Sollte aber, zumindest bei den Fachleuten, nicht unbekannt sein, wenn man sich irgendwann mal mit der Bremshydraulik beschäftig hat.
      Ihr merkt schon ich komme in Fahrt.
      Das Problem ist der Geberzylinder der in einer nicht spezifizierten Einbausituation verbaut wurde. Ein konstruktiver Fehler. Er wird zu heiß, die verbauten Dichtungselastomere sind dafür nicht ausgelegt. Hinzu kommen Vibrationen, die dafür sorgen, dass sukzessive Luft eindringt. Der selbe Zylinder arbeitet an einer zurückverlegten Rastenanlage, im kälteren Bereich, einwandfrei.
      Mit Siedepunkt der Bremsflüssigkeit hat das aber m.M.n. nichts zu tun. So heiß wird das da gar nicht. Hatte das mal nachgemessen. Da würde sich der Dichtungselastomer sonst schon verabschiedet haben. Außerdem bilden sich Dampfblasen nach dem Abkühlen zurück und es dürfte keine Gasblase mehr übrig bleiben. D.h. nach dem Abkühlen müsste der Druckpunkt wieder da sein. Ist er aber nicht. Reine Physik. Hier ist aber Luft im Spiel, die in das System reinkommt und das Bremsversagen auslöst.
      Die Lösung mit der Racing Bremsflüssigkeit war damals wohl Rock-Oil geschuldet. Eine sehr zähflüssige Pampe, wie Honig, die eine bessere Dichtwirkung hatte. Manchmal hat das geklappt.
      Ob das bißchen von AP verbautem Blech hier richtig hilft, wage ich aus eigener Erfahrung zu bezweifeln.
      Habe damals nach einigen Versuchen eine Pumpe von Spiegler eingebaut und hatte schlagartig für 20 Jahre Ruhe. Geht doch. AP hat einen anderen Weg gewählt...
      Die anderen Sachen, die heiggo oben schon richtig beschrieben hat, sind Dinge die im Rahmen von Verschleiß auftreten können. Das kann man niemandem ankreiden. Bei regelmäßiger Wartung fällt das irgendwann auf. Ggf. defekte Teile tauschen und dann klappt das wieder.

      Gruß Felix

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      • #4
        Hallo ihr beiden,

        ihr werdet es nicht glauben, aber eigentlich macht die Hinterradbremse keinerlei Probleme. Mir ging es eher um Prävention, wenn ich mal in der Lage bin das Bike etwas zügiger zu bewegen. Bislang funktioniert die Bremse in jeder Lebenslage und ist dauerhaft fähig das Hinterrad zu blockieren. Ich hatte ja kürzlich eine quasi neue Bremszange mit frischen Belägen eingebaut - funktioniert wunderbar. Jetzt will ich den Geberzylinder nur etwas thermisch entlasten, weil eben die Einbauposition suboptimal ist. Ich verwende ATE Typ200, die sicherlich nicht schadet und minimal dickflüssiger ist, als die übliche DOT4 Suppe.

        VG,
        Phil

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        • #5
          Hallo Phil,
          dann hast Du ja alles richtig gemacht. So wie heiggo das oben schon beschrieben hatte. Wenn was verschlissen ist, konsequent reparieren oder austauschen.
          Lieber Nägel mit Köpfen machen, als an der Bremse rumpfuschen. Nur m.M.
          Das Blech kann man einfach montieren. Habe ein Stückchen Edelstahlblech genommen, weil das die Wärme schlechter leitet als Alublech. Wenn Du noch ein bißchen Hitzeschutzfolie übrig hast kannst Du die auch noch auf das Blechlein kleben. Reduziert die Temperatur tatsächlich etwas.

          Gruß Felix

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          • #6
            Hallo zusammen,
            habe mir vor 3 Monaten eine Mille Tuono fighter Bj 2005 zugelegt. Hinterradbremse ohne Funktion. Habe zum Entlüften den Bremssattel hochgehängt und während des Entlüftungsvorgangs ein wenig dagegen geklopft und gleichzeitig in verschiedene Positionen gedreht und gewendet um Luftblasen heraus zu befördern. Darauf geachtet dass Entlüftungsnippel u. Entlüftungsschlauch nach oben zeigen, so dass immer ein wenig Bremsflüssigkeit während des Pumpens im Entlüftungsschlauch steht. Somit wird ein Rücksaugen von Luft in das System während des Vorgangs vermieden. Ergebnis: Bremse funzt seitdem, Druckpunkt ist wie er sein soll. Temperatur glaube ich nicht dass das ein Problem ist. Dichtringe und Bremsflüssigkeit sollten 200°C abkönnen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich der Bremszylinder durcht die Nähe zum Auspuff so stark aufheizt; insbesondere nicht beim Zusammenspiel mit dem Fahrtwind. Könnte man vielleicht mal bei sommerlichen Bedingungen im Anschluss einer Fahrt nachmessen. Ich habe leider kein Infrarotthermometer.

            Gruß Dussel
            Zuletzt geändert von dussel; 12.11.2025, 11:02.

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            • #7
              Ich habe seit dem Entlüftungsvorgang mittlereile fast 4000 km zurückgelegt; auch bei hochsommerlichen Temperaturen und Stau. Der Druckpunkt ist weiterhin top! Hinterrad blokiert, wie auch von RSTDriver berichtet. Das deutet darauf hin, dass keine Konstruktionsfehler seitens AP vorliegen. Die Montagesituation spielt meines Erachtens kein Rolle. Der Abstand zum Krümmer erscheint mehr als ausreichend. Zum Vergleich: wenn ich meine Hand auf gleichem Abstand an einen heißen Krümmer heranführe, werde ich mir vermutlich nicht die Haut verbrennen, was schon bei Temperaturen von 70°C innerhalb von Sekundenbruchteilen möglich wäre. Auch die Montage der Bremszange upside down spielt keine Rolle, wenn sich keine Luftblasen im System befinden. Diese können aus bekannten Gründen wie einem Leck oder der Wasseraufnahme durch Dichtungen und Schläuche bedingt sein. Ich komme aus der Fahrzeugentwicklung und kann mir kaum vorstellen, dass Montagesituation und Temperatureinflüsse nicht im Zuge der FMEA untersucht worden sind. Insbesondere da es sich hier um ein Bremssystem handelt.

              Mittel der Wahl wären somit Kontrolle der Dichtungen, frische Bremsflüssigkeit und insbesondere richtiges Entlüften der Hinterradbremse.
              Zuletzt geändert von dussel; 14.11.2025, 09:23.

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