hintere Bremszange; Belag einseitig millimetertief eingearbeitet?!

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  • hintere Bremszange; Belag einseitig millimetertief eingearbeitet?!

    Hallo zusammen,

    ich wollte gestern mal an meine sporadisch hängende Hinterradbremse angehen. Nach der Reinigung ist mir aufgefallen, dass sich der äußere Belag tief ins Gehäuse eingearbeitet hat. Ansonsten sieht der Sattel aus wie neu, auch sind beide Kolben leichtgängig. Wie kann ein solches Schadensbild entstehen? Sowas habe ich in der asynchronen Ausprägung noch nie gesehen.

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Name: IMG_5713.jpg
Ansichten: 217
Größe: 57,7 KB
ID: 16319

    Der Sattel ist irreparabel beschädigt. ich gehe davon aus, dass jeder RSV2 oder RSV4 Sattel mit 34mm Kolben das Optimum darstellt, korrekt? Oder gibt es ein Upgrade wovon ich wissen sollte?

    VG,
    Phil

  • #2
    Das ist bei den Sätteln ein allgemeines Problem. Wenn es wenig eingearbeitet ist, lässt sich das glätten. Aber hier sieht es einseitig recht stark aus. Aber vielleicht täuscht das Foto auch und es geht in deinem Fall?!

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    • #3
      Echt? Habe davon noch nichts gelesen. Glätten kann man vergessen, der Belag sitzt richtig fest in den Vertiefungen. Seitlich geht es noch, aber nicht auf der "Stirnseite". Das wird nie richtig arbeiten.

      Wodurch kommt es denn, dass nur ein Belag ein solches Verhalten zeigt? Man könnte fast meinen die Gehäusehälften wären unterschiedlich hart...

      VG,
      Phil

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      • #4
        Moin,
        das liegt mit ziemlicher Sicherheit an dem Sicherungsstift, der die Beläge hält. Hast Du den mal kontrolliert? In den Stift arbeiten sich die Beläge ein. Mindestens ein Belag hängt dann in der eingearbeiteten Kerbe des Stifts fest und dadurch funktioniert auch die Bremse nicht mehr richtig. In extremen Fällen, wie jetzt offensichtlich bei Dir, fallen die Beläge nach unten und arbeiten sich in den Sattel. Guck Dir also mal den Stift an. Den Stift gibt es auch in einer gehärteten Version, ich meine Titan.

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        • #5
          Das ist interessant. Der Führungspin ist stark verschlissen, evtl. durch Korrosion plus Bewegung, Ich bin aber davon ausgegangen, dass das die Folge war von fehlender Führung im Bremssattel. Gute Idee...

          VG,
          Phil

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          • #6
            Nee, liegt am Material in Verbindung mit Vibrationen. Der Sattel hängt ja unter der Schwinge. Die Beläge liegen also immer auf dem Stift auf. Durch Vibrationen und bremsen, arbeitet sich das wesentlich härtere Material der Trägerplatte vom Bremsbelag in das zu weiche Material des Stiftes ein. In der Folge „fallen“ die Bremsbeläge nach unten und sitzen dann innen am Bremssattel auf. Dann arbeiten sich die Beläge im noch weicheren Alu vom Bremssattel ein und sieht dann so aus, wie bei Dir. Ich muss aber schon sagen, so krass wie bei Dir, hab ich das noch nicht gesehen.

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            • #7
              Klingt jedenfalls nach einer logischen Erklärung. Trotzdem seltsam, dass die eine Seite völlig durch ist, die andere aber fast wie neu.
              Hast du zufällig die Teilenummer vom verbesserten Stift zur Hand?

              VG,
              Phil

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              • #8
                Nee, leider nicht. Mal bei Stein-Dinse oder Telgesparts anfragen. Die Bremszange heißt P32G.

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                • #9
                  Originalersatzteil ist kein Problem. Z. B. Hier

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                  • #10
                    Auflösung des Schadensbildes: irgendein ahnungsloser Trottel hat vermutlich aus zwei Bremssätteln einen gemacht. Schaut man ganz genau hin, erkennt man einen leichten Farbunterschied. Auch zeigen die Inbusschrauben (die, für die man kein Anzugsmoment findet und die man normalerweise besser nicht öffnet) Spuren von Betätigung.

                    Bin froh morgen einen hoffentlich guten gebrauchten Sattel abholen zu können. Sollte dieser 2mm größere Kolben haben, hilft das sicherlich mit der Modulation, gerade als Anfänger.

                    VG,
                    Phil

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                    • #11
                      Ich hab mir den Stift aus Titan gedreht. Solltest du da Bedarf haben kannst du dich melden.

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                      • #12
                        Ist ganz normal. Hatte meine nach 60.000km auch. Neuen sattel und fertig

                        Kommentar


                        • #13
                          Das lässt bei mir Zweifel am KM-Stand meiner Maschine aufkommen...Egal, kann man sowieso nicht prüfen. Habe einen guten gebrauchten Sattel bekommen, 32mm, wie neu das Teil, inkl. frischen Belägen für nur 40€. Kann man nicht meckern. Entlüftet habe ich auch bereits, und das Pedal ist knüppelhart. Bin zufrieden. Das Hinterrad lässt sich nun auch sehr leicht drehen. Hat nun schon ein paar Fortschritte gemacht, meine RSV. Frischer Bremssattel, nagelneue Schwinge, alles fein geputzt. Sie wird so langsam. Hoffe ich...

                          Ich werde auf den Verschleiß am Stift achten - ggf. komme ich später auf dich zurück, @Muetze.

                          Btw., schau mal bitte in deine Nachrichten, schmutzi. =)

                          VG,
                          Phil
                          Zuletzt geändert von RST Driver; 05.03.2024, 21:50.

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                          • #14
                            Genau das Schadensbild hatte ich an meinem Bremssattel auch.

                            Lösung:

                            Den Haltestift wieder rund schleifen ( in Akkuschrauber drehen lasen und mit feiner Winkelschleifer- Scheibe bearbeiten/ glätten.

                            Die Kerben im Bremssattel habe ich mit Drahtbürste und bremsenreinigen gereinigt und entfettet. Dann die Kerben mit Aluminium 2k- Spachtel gefüllt und geglättet.

                            Dann die Halteklammer die den Pin festhält so bearbeitet das der Pin etwas lockerer sitzt und die Bremsbeläge nicht mehr haken und leichtgängig auf dem Pin zu verschieben sind.

                            Zum schluss noch die Kanten der Bremsbeläge etwas nachgearbeitet an den Stellen die recht Stramm sitzen und alles wieder mit Bremsenpaste eingesetzt.


                            Sattel und Beläge wieder einwandfrei gängig. Einzig die Reparatur mit dem 2K- Aluspachtel muss ich nochmal kontrollieren ob das ausreichend hart und wiederstandsfähig ist auf dauer.

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