Probleme mit Zugstufendämpfung

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  • Probleme mit Zugstufendämpfung

    Hallo zusammen,
    ich kenne mich mit der Schrauberei echt gut aus und mache das an diversen Motorrädern bereits sehr lange. Gerade Gabel demontieren, instandsetzen usw. ist wirklich kein Problem.
    Leider macht mir meine Tuono immer irgendwie Probleme bei der Zugstufe, so das ich sie fast ganz zuschrauben muss, damit sie nicht nachschwingt.
    Ich fahre meist Gabelöl mit 32-40cst und wechsel dieses fast jährlich. Je nachdem was ich so vor habe fahre ich mit linearen oder bei größeren Touren 3000km plus Gepäck dann Hyperpro Progressive Federn.
    Abstreifringe/Gleitbuchsen sind neuwertig sowie SKF Simmeringe.
    Ich entlüfte die Cartridge und Stand/Gleitrohr penibel und fahre mit 120mm (linear) und 140mm (progressiv) Luftkammer.
    Beim zusammenbauen achte ich darauf die Zugstufennadel von ganz auf, drei ganze Umdrehungen eindrehe, dann langsam den Stopfen mit der Nadel in die Cartridge eindrehe bis ich eine Widerstand spüre. Dann drehe ich eine viertel bis halbe Umdrehung auf und kontere die Mutter gegen den Stopfen, um halt die Nadelspitze und die Cartridge nicht zu demolieren/bzw. zu quetschen.
    Also ich denke ich mache alles richtig, zumindest klappt das so bei jedem anderen Motorrad, trotzdem verstehe ich nicht warum ich nicht mehr Spielraum bei der Tuono Zugstufe habe.
    Hiiiiilllllfffffeeee !!!
    PS: Ist ne Sachs Gabel Bj 2007

  • #2
    Tja, wenn keiner etwas dazu sagt, scheine ich ja alles richtig zu machen. Dann ist halt die Sachs Gabel Innereien (Cartrige+Shims) Scheisse ????

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    • #3
      Hi,
      wo hast Du denn die Sachs -Gabel her? Die kenne ich gar nicht.

      Gruß Felix

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      • #4
        Hm….. dachte es ist ne Sachs Gabel! Nicht? Meinetwegen auch ne andere Gabel. Ne Öhlins ist es nicht definitiv nicht. Schwarz isse ????

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        • #5
          Hi,
          wenn es ´ne V2 Tuono ist, wird es eine schwarze Showa Gabel sein. Die Sachs Gabeln gab es erst bei der V4.
          OK, 2007 V2 Tuono mit original Showa Gabel. Die Showa hat keinen so großen Einstellbereich wie eine Öhlins. Wenn Du bei der Öhlins die Zugstufe ganz zudrehst, bleibt die Gabel praktisch unten stecken. Das gibt es bei der Showa so nicht. Hier muss die Viskosität vom Öl passen.
          Da bist Du mit 32-40 cSt aber gut dabei. Wobei ich eher 30-32 cSt präferiere. Zugstufen-Ventile baust Du ja auch optimal ein. Dämpfer ist auch richtig entlüftet.
          Luftkammer hast Du richtig eingestellt? 118mm +-2mm sind empfohlen. Ich nehme 118-116mm. Immer ohne Hülsen, ohne Federn, ganz eingeschoben.
          Warum dämpft die Gabel nicht vernünftig?

          Gruß Felix

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          • #6
            Hi Felix, du hast natürlich Recht mit der Showa Gabel.
            Grundlegend liegen wir da sogar ja fast ganz beieinander. Dämpfen in der Druckstufe ist eher überdämpft, ich fahre sie fast ganz offen, bis auf ne viertel bis halbe Umdrehung rein.
            Die Zugstufe muss ich halt fast bis auf den hydraulischen Kollapse zudrehen, damit sie nicht nachschwingt. Wenn es Richtung 30 Grad Außentemperatur geht, bin ich sogar bis auf 50cst hochgegangen, damit die Fuhre noch ruhig liegt.
            Da ich Kraftsportler bin mit 110 Kilo blank, muss das schon ordentlich funktionieren mit der Dämpferei.
            Vielleicht muss ich mir mal nen anderen Cartridge Einsatz zulegen aus dem Zubehör

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            • #7
              Hi,
              was passiert, wenn Du die Druckstufe ganz zudrehst? Wird dann die Zugstufe straffer?
              Bei den ME/RP Showas lässt sich die Zug-Druckstufe normalerweise auch für 110kg Fahrer ausreichend einstellen, selbst auf der Renne.
              Evt. ist bei der RR Tuono das Shimpaket geändert worden. Müsste man mal vergleichen. Andere Sache ist, ob die Dichtringe im Dämpferrohr noch heile sind.
              Hatte mal eine Guzzi (?) Showa da passte das Shimpaket gar nicht. Nach dem Shimumbau lief die einwandfrei.

              Gruß Felix
              PS: Habe noch ca. 50 Umzugskartons im Keller und in der Garage, irgendwo da sind auch meine Aufzeichnungen vergraben...

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              • #8
                Hi,
                ich nochmal. Irgendwie in den hinteren Windungen meines Hirns schwirrt was rum. Glaube die RR Tuonogabeln waren anders geshimmt. Die Zugstufe war schwach besetzt mit 3x 17 x 0,15 oder sowas. Wo habe ich nur meine Aufzeichnungen...
                Irgendwo liegt noch eine RP Gabel rum bzw. die Gabelventile mit dem originalen Shim-stack. Dann könnte man das mal vergleichen.

                Gruß Felix
                PS: Die Druckstufe könnte man auch noch mit eine "cross-over" shim stack umstacken. Dann wird sie ein wenig sensibler auf kleine Umebenheiten.

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                • #9
                  Hi,
                  habe meine Unterlagen wieder gefunden.
                  Showa Zugstufe (wenn man die Teile nacheinander auf den Zugstufendorn auffädelt):
                  Dorn <- Rückschlag-Feder <- Ventilshim 17x0,40 <- Ventillöcherplatte <- 3Stk Shim 17x0,10 <- 1Stk Shim 17x0,15 <- 3Stk Shim 10,5x0,2 <- 1Stk Shim 11,4x0,41 <- 1Stk Shim 12,56x2,62 <- Mutter
                  Die Mutter nicht zu fest anknallen, sonst verbiegt es die Shims oder sie bekommen Druckstellen und sind unbrauchbar. So 3-3,5Nm und mit blauem Loctite sichern reicht.

                  Gruß Felix

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                  • #10
                    Ist es denn relativ einfach die Druckstufe aus der Cardridge unten rauszubekommen? Ist die irgendwie gesichert/gepresst oder dergleichen?
                    Wenn die raus ist, kommt die Zugstufe ja über die Stange unten raus.
                    Ich denke darüber nach ein Piston Kit einzubauen.
                    Hat jemand das schon mal gemacht?

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                    • #11
                      Hi,
                      Druckstufenventil wird unten mittels Sprengring im Dämpferrohr gehalten. Das Ventil 2-3mm reindrücken und den Ring entfernen, dann das Ventil nach unten rausziehen. Das war glaube ich bei den neueren Gabeln so.
                      Bei manchen Gabeln sind die Druckstufenventile zusätzlich noch seitlich mit einem oder zwei Körnerpunkten verstemmt. Diese Körnerpunkte vorsichtig mit einem Bohrer (3,5mm ?? oder so was) rausbohren. Aufpassen, das Ventil erst etwas über das gebohrte Loch nach oben schieben, dann den evtl. entstandenen Bohrgrat innen im Dämpferrohr entfernen und Ventileinsatz nach unten rausziehen. So verhindert man eine Beschädigung des Dichtrings beim Ausbau. Ggf. neuen Dichtring verwenden. Irgendwie so habe ich das in Erinnerung...
                      Die Körnerpunkte muss man beim Wiedereinbau nicht neu setzen.

                      Gruß Felix
                      PS: Meine Erinnerung war nicht ganz richtig, habe es oben jetzt entsprechend geändert. Sorry.
                      Zuletzt geändert von felix; 04.05.2023, 07:14.

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