Bremsbeläge eifahren am Kringel und... welche Beläge?

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  • Bremsbeläge eifahren am Kringel und... welche Beläge?

    Moin Gemeinde,

    ich möchte mich hiermit nach meinem Winterschalf mal gleich mit ner Frage zurück melden. Immerhin sind es ja jetzt tagsüber schon durchschnittlich nahezu + 15°, was für mich die Frostgrenze darstellt

    Ich habe jetzt meine RP nach einigem Hin und Her doch wieder zum laufen gekriegt. Ich hatte ein Problem mit einem porösen Schlauch und einer nicht korrekt fumktionierenden Düse am hinteren Zylinder. Das ist aber dank Mirco jetz behoben, womit ich wohl endlich die restlichen Kleinigkeiten beseitigen und mal die Probefahrt ins Auge fassen kann.
    Das soll dann auch am 10.06. in OSL stattfinden. Bin schon gespannt wie ein Flitzebogen...

    Jetzt stellt sich mir, als Frischling am Ring die Frage, wie man wohl neue Bremsbeläge am besten für so ein Tagestrainig einfährt.
    Wenn ich das so mache wie auf der Straße, dann ist der Tag rum und ich habe den ganzen Verkehr aufgehalten.
    Wie macht Ihr das?
    ...welche Unterschiede bei welchen Belägen gibt es da so?
    ...welche Beläge sind hierfür empfehlenswert, so im Bezug auf Einfahren und Beständigkeit mit den Original Bremsscheiben?

    Es handelt sich übrigens um eine RP Factory aus 2001 (oder doch RP R? - Die genaue Bezeichnung erschlißt sich mir irgenwie nicht)

    Über ein paar nützliche Tips würde ich mich freuen.
    Danke schonmal vorab!

    Grüße aus Hanover


  • #2

    Servus Eboula,

    was meinst du mit (lange) einfahren? Wenn es im Prinzip die gleichen sind reichen normalerweise ein paar bremsungen im Fahrerlager/dem Weg raus (bzw. leicht schleifende Bremse) um zu bewirken dass sich die neuen Beläge an die Scheibe angepasst haben. Ebenso bietet es sich eh an im ersten Turn, zumindest die ersten ein zwei Runden, ein klein wenig "langsam" zu machen um Körper und Material etwas aufzuwärmen, ebenso um die Strecke (nochmal) kurz zu sichten. Bei nem Wechsel von/zu Carbon-Belägen bietet es sich an die Scheibe kurz mit etwas feiner Stahlwolle und dann Bremsenreiniger "abzuziehen". Dann ein/zwei Runden (mehr) ein bisschen gas raus bis sich eine/die sog. Transferschicht auf der Scheibe aufgebaut hat und die max. Bremskraft da ist.

    Im Prinzip hast du die Auswahl zwischen folgenden Belagsarten:
    (organische "fallen weg" da normalerweise nicht wirklich "Temperaturresistent" und auf'm Ring gehts heiß zu)
    - Sinter: "Der Klassiker". Gibt's in mehreren Varianten mit und ohne Straßenzulassung. Wäre an sich mein Tipp/Vorschlag für dich als Anfänger da am "unkompliziertesten" und mehr oder weniger so wie gewohnt... Gerne auch in der eher "aggressiveren" Variante ohne Zulassung um etwas mehr Reserven zu haben bzw. um durch die geringeren Handkräfte mehr Ausdauer zu haben. Auch wenn's mal feucht oder gar nass wird noch gut zu nutzen.
    - Carbon: reine Racing Beläge, brauchen eine gewisse Temperatur, greifen dann aber richtig gut zu! Zu Beginn kann es sein dass du die Bremse langsam los lässt sich die Bremsleistung aber steigert-> im nassen eher ungeeignet: Nen Kollegen hat's mal schön gelegt da er vergessen hatte die Beläge zu wechseln und bei ner stärkeren Bremsung kamen die "plötzlich" auf Temp. und das Vorderrad hat blockiert...
    -(Langstrecken-)Mischung: auch reine Racing Beläge. Sehr hohe Bremsleistung gepaart mit ner gewissen Langlebigkeit-> für Langstreckenrennen halt. Dafür aber auch extrem teuer. Für diverse Leute relativiert/rendiert sich der hohe Anschaffungspreis über die höhere Lebensdauer (-> x Beläge zum Preis y < 1 Belag zum Preis z). Erfahrungen hab ich aber keine damit.

    Das folgende Dokument zeigt den ein oder anderen Unterschied auf:


    Zu den Ori-Scheiben kann ich nix sagen da die ggf. an den Regenrädern dran sind und die zum Glück noch nicht allzu oft gebraucht wurden. Bei den anderen sind dicke 5,5mm Scheiben drauf und die ap-racing CRR Beläge (Carbon) sind nach ein Paar Tagen quasi unten (mit dementsprechenden Dreck) aber tauschen ist ja auch nicht so ein Hexenwerk^^


    mfg Bernd aka Chemiewiesel
    p.s. Bis einschließlich '03 war's ne RSV Mille (R) (Modellcode ME und RP), wobei "R" die "Edelvariante" war. Danach RSV1000(R?) (Modellcode RR) mit der "Edelvariante" "Factory". Da Mille ja 1000 bedeutet wird die RR auch noch (gerne) als Mille bezeichnet... Im englischen ist's mehr oder weniger gut mit Gen1 (ME+RP) und Gen2 (RR) "geregelt.

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    • #3
      Hallo Bernd,

      vielen Dank für die ausführlichen Infos!

      Ich habe zwischenzeitlich bzgl. Zusammenspiel der Originalscheiben und diverser Beläge etwas Recherche betrieben und werde wohl fürs Erste (und nicht zu letzt auch aus wirtschaftlichen Gründen) die CRQ Beläge wählen.
      Bei dieser Paarung wird die Energie wohl großteils vom Belag aufgenommen, wodurch die Scheiben länger halten und es auch zu keiner Riefenbildung kommen soll.
      Ansonsten könnte ich mir noch EBC- oder die Originalbeläge vorstellen.

      Da ich das Mopped eh noch nicht wirklich kenne, werden die ersten Tage generell eher als allgemeine Einfahrphase zu werten sein.
      Somit sollten die Carbonbeläge auch etwas länger halten, da ich da noch nicht ans Limit gehen werde
      (an meins versteht sich natürlich. Ob ich dabei überhaupt ans Limit vom Material komme, denke ich eher nicht...).

      Den Tipp bzgl. des Bremsverhaltens bei Regen werden ich dabei beherzigen.
      Danke!

      Dann habe ich ne '01 RSV Mille R.
      Ich war nur verunsichert, da es selbst in diversen Online-shops bei KBN Eingabe zu den unterschiedlichsten Modellbezeichnungen kam.
      In den Papieren steht auch RSV 1000 R mit EZ 01!? Und im Kaufvertrag steht RSV Mille Factory...

      Danke und Gruß
      Daniel

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