Polrad geht nicht runter / Blockierwerkzeug?

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  • Polrad geht nicht runter / Blockierwerkzeug?

    Hallo zusammen,
    ich habe dummerweise einen Polradabzieher verwendet der nicht wirklich geeignet ist. Siehe Bild. Das Polrad ist damit nicht runtergekommen trotz Erhitzen. Jetzt bekomme ich den Abzieher aber auch nicht mehr runter weil dieser nur mit einem Maulschlüssel zu bewegen ist und der Motor sich logischerweise mit dreht. Deshalb meine Frage: Gibt es ein geeignetes Werkzeug um den Motor zu blockieren, bzw. würdet Ihr einen Kolbenstopper einsetzen? Oder hat jemand eine bessere Idee?
    Vielen Dank vorab

  • #2
    Servus,

    Es gibt eine Kurbelwellenblockierschraube, aber k.a. wieviel die aushält....
    Evtl. hilft es wenn du den ersten Gang einlegst und das Hinterrad passend blockiert, also z.B. Lappen zwischen Kette und Kettenrad; Hinterradbremse

    Bei festsitzenden Schrauben niemals (langsam) immer mehr Kraft aufwenden sondern immer lieber schlagartig, also ala Schlagschrauber:
    Wenn du die angewendete Kraft langsam erhöhst ist die wahrscheinlichkeit diese abzureißen enorm erhöht. Lieber ansetzen, leicht spannung und dann einmal draufklopfen: So überwindest du schnell die Grenze zwischen Haft- und Gleitreibung und erhöhst nicht langsam erstere.
    (Das mit dem Abzieher hatte ich auch erst letztens: zuerst den Abzieher draufgeschraubt und gedrückt und gedrückt, nix wollte. Abzieher wollte dann auch schon fast nicht mehr lose werden; an das o.g. erinnert, wieder leicht/mittel angezogen und einmal mit dem Handballen einen Schlag auf die Ratsche gemacht und alles war lose^^)


    mfg Bernd
    p.s. wie hast du erhitzt: wenn zu lange/langsam wird der KW-Stumpf auch warm und dann dehnt sich der auch aus; ggf. erst einmal auf >280°C erhitzen dass das Loctite sich zersetzt und dann (vorsichtig) einmal schnell erhitzen und los geht's.

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    • #3
      Kurbelwelle kannst du mittels einer DIN915 M8 wurmschraube (länger oder gleich 50mm) abstecken. Auf der rechten seite ist am motorgehäuse unten eine schraube mit kupferscheibe. Da gehört die absteckschraube rein. Die kann gut 300Nm, also kein problem in deinem fall.

      Ich empfehle dir zum abziehen des magnetrades eine feingewindeschraube mit m22x1,5 gewinde. Optional vorne plan gedreht. Gibts zb als radbolzen bei traktoren und lkw. musst dann noch eine mutter als kopf dranschweißen

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      • #4
        Erste Gang, Kette auf Zugspannen, Hinterradbremse blockieren. Eine Stecknuss opfern und passend zur Abzieherschlüsselweite flexen oder aufschweißen, Stumpf schnell erhitzen und mit einem Elektro- oder Duckluftschlagschrauber lösen.

        Mein Schlagschrauber ist mein Freund

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        • #5
          Warum nehmen alle immer den 1. Gang?
          der 6. Ist richtig.
          Im ersten gang wirst du das hinterrad nicht mit der bremse halten können.

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          • #6
            Kleiner oder großer Gang.... beim Schagschrauber wird das egal sein. Aaaaber....
            Na super, jetzt hast Du mir den Tag versaut und ich muss darüber nachdenken was richtig ist.

            Das kann ja nicht philosophisch sein. Da gibt es nur eine Lösung die richtig ist und die müsste total simpel nachzuvollziehen sein. Bin ich aber zu blöd zu.

            Das mit dem kleinem Gang kommt wohl daher:
            Anschieben im 1. Gang geht nicht, da blockiert sofort das Hinterrad. Also kleiner Gang = blockiert.

            Aber das macht man ja wegen des Schlupfs am Hinterradreifen.
            Ist die Gleitreibung bei der Hinterradbremse nicht das Äquivalent zum Schlupf am Reifen?

            Die Motordrehzahl und das Motordrehmoment werden mit dem Getrebe verändert.
            Die Motordrehzahl wird untersetzt.
            Die Eingangsdrehzahl vom Motor wird an der Getriebeausgangswelle verkleinert. Im kleinen Gang wird weniger untersetzt als im hohen Gang. Im hohen Gang dreht sich das Ritzel schneller, in der gleichen Zeit wird mehr Kette gespult, das Rad dreht öfter, man fährt schneller.

            Ab jetzt kommts: Beim Drehmoment ist das umgekehrt! Das Getriebe übersetzt das Drehmoment, im kleinen Gang viel Drehmoment, großer Gang wenig Drehmoment.

            Da ist das Getriebe genial und trickst das 1. Trägheitsgesetz aus. Um die Masse Moped plus Bessatzung zu Beschleunigen muss man erst eine hohe Kraft aufwenden, man benötigt dann aber wenig Kraft um sie zu halten. Ha, das hat der alte Newton mit seinen Axiomschnibbeldibumms beschrieben, ja, genau der, nach dem dann irgendwann mal die Einheit Newton für eine Kraft benannt wurde und mit der 1 Meter Verlängerung an der Nuss haben wir den Newtonmeter. Also das Drehmoment in Nm. Da schließt sich der Kreis!

            DIe Drehzahl ist beim Mutternlösen egal, da kommt es auf das Drehmoment an.
            Legt man den höchsten Gang ein, kommt das geringst möglichste Drehmoment an der Bremsscheibe an, die Bremse schafft die Blockade.

            Schmutzi1990 hat recht, man soll einen hohen Gang einlegen, wenn man dem Motor mit der Fußbremse beim Schrauen blockieren will.

            quod erat demonstranum

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            • #7
              Vielen Dank für Eure Tipps. Gang einlegen und Bremse treten hat leider nicht funktioniert, weil man mit dem Maulschlüssel nicht genug Kraft aufwenden konnte.
              Ich habe die Schraube mit einem Spiral-Profil-Steckschlüssel-Einsatz auf einem Schlagschrauber raus bekommen.

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              • #8
                Also Männer, ich mache das ganz anders. Bei mir kommt ein so großer Abzieher zum Einsatz dass dieser das ganze Polrad umspannen kann und der Dorn sitzt in der Mitte der KW auf. Das Gewinde in der KW schütze ich mit einer dicken Schraube die in das Gewinde ´´gesteckt´´ wird. Dann auf ordentlich Vorspannung gehen und den Brenner zünden. Wenn alles warm genug ist gibt´s ein ordentliches ´´Plopp´´ und das Polrad ist abgesprungen

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                • #9
                  Auch nicht die feine art.
                  Vorgesehen ist eine M22x1,5 schraube. Ohne schnick schnack. Rein, anspannen, anwärmen und weiter anspannen, bis es ploppt.

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                  • #10
                    Ich kann dir sagen was nicht fein ist…….Frag mal in Noale nach bzw bei Rotax wie man etwas dermaßen doofes konstruieren kann. Bei keinem anderen Hersteller hört man davon dass das Polrad so schlecht abgeht. Das nenne ich nicht fein.
                    Letztendlich ist’s egal wie man das Polrad runter bekommt, die Hauptsache ist es geht nichts anderes dabei kaputt.
                    Bei meiner Methode braucht man nichts zu blockieren, Abzieher ansetzen und gut iss. DennisTuono hat nach ner Möglichkeit gefragt und ich habe ihm eine aufgezeigt.
                    Muss aber jeder selber wissen wie wo was er/sie tut.

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                    • #11
                      Vielen Dank für Eure Anregungen. Das Polrad habe ich mit einem Schlagschrauber und einer M22x1,5 Schraube nach ein paar Minuten Erhitzen abdrücken können. Der Anlasserfreilauf war wie vermutet defekt. Der Rest noch in Ordnung. Die Maschine startet wieder. Ich werde in der Winterpause ein stärkeres Starterrelais + Kabel einbauen um diesen Defekt zu vermeiden.
                      Angehängte Dateien

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                      • #12
                        Moin, kaufst du den Satz bei AP in England? Oder angefertigt? Wenn es eine Sammelbestellung werden kann, wäre ich gerne dabei.

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                        • #13
                          Wichtig ist es auch, das Standgas nicht zu niedrig einzustellen, damit er immer schön frei läuft - Ist ein alter Tip vom Uli (RIP Uli), den "die älteren" hier ja noch kennen...

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                          • #14
                            Was heißt denn zu niedrig? Wie hoch sollte das Standgas sein? @ reppentown
                            Zuletzt geändert von DennisTuono; 24.10.2024, 15:31.

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                            • #15
                              Zitat von Sor William Beitrag anzeigen
                              Moin, kaufst du den Satz bei AP in England? Oder angefertigt? Wenn es eine Sammelbestellung werden kann, wäre ich gerne dabei.
                              Können wir gerne per PN klären

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