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Thema: LIMA kaputt

  1. #211
    Prospekt Avatar von RSV-Basti
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    Zum zweiten Mal

    Bei mir ist zum Männertag nun schon zweiten mal die Lima abgeraucht. Nachdem ich beim ersten Ausfall nur die Lima (Carmo) gewechselt hab, hab ich diesmal noch bei Oberon den Umbausatz für den Laderegler geordert. Der neue Stator ist schon da, nun fehlt nur noch der neue Laderegler. Gibt es von Oberon mittlerweile aktuelle Infos über die Haltbarkeit der Lima mit Compufire Regler? Wieviel km hast Du seit dem Tausch mittlerweile auf der Uhr? Gibt es sonst noch von irgendjemanden Erfahrungswerte über Carmo-Lima mit Compufire Regler?
    Basti

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    Aprilia RSV 1000 R

  2. #212
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    Zitat Zitat von RSV-Basti Beitrag anzeigen
    Bei mir ist zum Männertag nun schon zweiten mal die Lima abgeraucht. Nachdem ich beim ersten Ausfall nur die Lima (Carmo) gewechselt hab, hab ich diesmal noch bei Oberon den Umbausatz für den Laderegler geordert. Der neue Stator ist schon da, nun fehlt nur noch der neue Laderegler. Gibt es von Oberon mittlerweile aktuelle Infos über die Haltbarkeit der Lima mit Compufire Regler? Wieviel km hast Du seit dem Tausch mittlerweile auf der Uhr? Gibt es sonst noch von irgendjemanden Erfahrungswerte über Carmo-Lima mit Compufire Regler?
    Hallo Basti

    Regler liegt versandbereit bei mir, muss nur noch mal nach Konstanz kommen... Anfang nächster Woche bestimmt.
    Musst ja auch erstmal Öl ablassen und den Stator tauschen

    Meine Kombi (Carmo Stator und Compu-Fire 55402) hat mittlerweile rund 13'500 km gelaufen. Bin leider kein Vielfahrer, aber vielleicht steuern hier noch ein paar andere Kilometerleistungen bei...

    So hat der Stotor übrigens nach 8'500 km ausgesehen:


    Zum Vergleich Stator neu beim Einbau:


    Gruzz René

  3. #213
    habe heute auch meine lima von carmo bekommen geht ja sau schnell dienstag bestellt heute da

    jetzt fehlt noch der neue laderegler @oberon Überweisung erhalten??

  4. #214
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    Zitat Zitat von tomtom79 Beitrag anzeigen
    habe heute auch meine lima von carmo bekommen geht ja sau schnell dienstag bestellt heute da

    jetzt fehlt noch der neue laderegler @oberon Überweisung erhalten??
    Hallo Thomas

    Ja, Geld ist angekommen! Danke fürs Bier
    Auch Dein Regler ist bereit. Versand nächste Woche ab Konstanz!

  5. #215
    Expert Avatar von SwissD6
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    Camro wahrscheinlich abgeraucht...

    Hallo Leute!

    Ich glaub das ist das erste mal seit etwa 2 Jahren, dass ich mich wieder mal hier einklinke. (Hab unterdessen 2 Kinder und Stress ohne Ende im Job. Keine Zeit für Foren sorry)
    Und wie ich feststelle, ist fas Thema hier ja immer noch brandaktuell!

    Jetzt gerade habe ich wieder ein bischen Zeit für's Forum. Ich sitze nähmlich im Zug auf dem Weg nach Hause... ...in Motorradkleidung grrrr

    Ich war mitten auf dem Julierpas liegengeblieben. Die Mille sprang zwar mit runterrollenlassen an. Der Bordcomputer erzählte mir dann aber, dass die Batterie nicht mehr geladen wird.
    Später in einer Werkstatt sagte mir dann ein geborgtes Multimeter, dass eine Stator Wicklung abgeraucht ist.
    Seit fast 4 Jahren und 20000km mit Camro Stator und Renés Compufire Kabelbaum Kombi.

    Muss mir noch überlegen ob ich das selbst mache oder nicht. Brauchts für den Stator wirklich kein Spezialwerkzeug? Ich dachte da wär so ein spezialkonus nötig.
    Falls selbst schicke ich Bilder, wird aber dauern...

    Wie war das mit der 370W version? Rotor + Stator? Spez. Wkzg nötig?

    ...fühlt sich scheisse an der erste in der Statistik zu sein...

    Schöne

    Renato

  6. #216
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    Hey Renato

    Das ist natürlich ultra K.....e...
    Aber trotzdem Glückwunsch zu den zwei Kids

    Statortausch ist echt ziemlich simpel. Klick
    Geht tip top ohne Spezialwerkzeug. Vielleicht kriegst Du auch die Papierdichtung ganz weg und wieder dran...

    Wäre wirklich eine Hiobsbotschaft, wenn der Carmo mit dem Compu-Fire nicht länger hält!!!

    Mach auf jeden Fall mal Fotos vom Stator interessiert mich brennend wie das Teil ausschaut.
    Vielleicht macht sich meine aktive Ölkühlung ja doch noch bezahlt...

    Gruzz René

  7. #217
    Expert Avatar von SwissD6
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    Hallo René

    Danke für all die Unterlagen und das Wiki. Ist wirklich super.

    Ich hab mir noch ein bischen was zu heute überlegt und bin zum Schluss gekommen, dass es wahrscheinlich nicht unbedingt an dem Isolationslack der Wicklungen liegen muss. Weil:

    Auf der Ausfahrt heute, noch bevor ich liegen geblieben war, ging der Motor mal unvermittelt aus als ich beim Ausbeschleunigen aus einer Kurve vom 2ten in den 3ten schalten wollte. Die Kupplung vom Schalten immer noch gezogen habe ich mit Staunen den Bordcomputer studiert. Nichts spezielles. Einfach aus. Runtergesteppt in den Leerlauf, wieder gestartet (ich hatte immer noch 60 bei 10% Steigung !?!? Muss mir einen anderen Fahrstil angewöhnen...). Alles normal, weiter gehts.
    Etwa 50km später mit einem Tankstopp zwischendrin machte ich eine Pause (Mir ist eine Reisenfliege aufs Visier geknallt und bin die letzen paar Kurven sozusagen nur noch mit einem Auge gefahren...). Nach der Pause kam dann das böse Erwachen...

    Dann: Ich bin mal all meine Werkstattrechnungen durchgegangen. Die oben genannten geschätzten 20'000km sind in Tat und Wahrheit 9'9xxkm, und der Carmo wurde am 15.4.2011 eingebaut. (Gott, wo ist bloss meine Freizeit hin? )

    Angesichts des schlagartigen Verlusts der Limafunktion und der relativ geringen Laufleistung kann ich mir nicht vorstellen dass der Schutzlack und die Thermische Belastung schuld sind. Wenn ich mir die Bilder auf dem Wiki anschaue glaube ich eher, dass einer oder zwei der gelben Drähte gegen das Limagehäuse gescheuert hat und es so zum Kurzschluss kam. Der Kurzschluss an den Drähten wird dann der Wicklung wohl noch den Rest gegeben haben.
    Zum Vergleich hatte sich die originale Lima viel schleichender verabschiedet.

    Das wären also soweit meine Vermutungen. Ich werde weiter berichten.

    lg

    Renato

  8. #218
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    Hi Rentao!

    Ach Mensch, wie ärgerlich!!!

    Ich hab aktuell mit meiner Tuono 20.000 km runter, seit Einbau einer neuen LiMa und des CompuFires. Mir ist jetzt der Regler durchgeschmort. Wie die LiMa aussieht, weiß ich noch nicht. Wenn ich die Tage Zeit habe, schau ich mal nach.

    Wie René schon schreibt, ist es recht einfach, den Stator zu tauschen. Ich hab ne neue Papierdichtung gekauft, die kostet nicht die Welt. Das einzig knifflige war, den LiMa Deckel wieder richtig aufzusetzen. Nach dem x-ten Versuch kam ich auf eine ähnliche Idee wie René, nur waren es bei mir keine Grillspieße
    Ich hätt ja auch einfach vorher hier nachlesen können

    Simone

  9. #219
    Expert Avatar von SwissD6
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    Hallo Leute!

    Also, ich hab heute mal Hand angelegt und kann euch ein paar Fotos liefern:

    Die Bilder sind in der Anlage und zeigen einen ziemlich abgefackelten Stator. Dabei fällt auf, dass vor allem die Wicklungen in Fahrtrichtung betroffen sind. Das hat zwar nichts mit der Fahrtrichtung zu tun, aber es zeigt, dass der Ölstand ebensowenig damit zu tun hat. Es sind nicht die obersten Wicklungen die zu heiss wurden.
    Als nächstes sind mir feine Schleifspuren aufgefallen, die auf den Bildern auch einigermassen zu erkennen sind. War gar nicht so einfach das einzufangen ;-) Erstaunlicherweise sind auf dem Rotor keine Schleifspuren auszumachen...
    Als ich dann versucht hatte den Stator vom Deckel zu entfernen stellte ich fest, dass der bombenfest sitzt. Ich schätze nun mal, dass der Stator bei der Montage draufgewürgt wurde und schief sass, so dass eine Seite am Rotor schliff. Das bedeutet, dass der Luftspalt an den Wicklungen, die geschliffen haben gelich Null ging und so die Leistung and diesen Wicklungen noch viel höher war als eigentlich angedacht. Oder mit anderen Worten, durch den schrägen sitz wurde der Stator auch elektrisch ungleich belastet.

    Nun habe ich ein paar Fragen an euch.
    1) Wie bekomm ich den Stator vom Deckel? Ist das normal, dass der so krass da drauf gepresst ist? Ein Fall für den Heissluftföhn? (Ja, die Schrauben sind weg...)
    2) Was hält Ihr davon den Stator neu wickeln zu lassen mit 15%-20% weniger Windungen? Damit würde die Lima von 500W gegen 400W kommen und das Material weniger belastet. Wer mach so was und was kostet so was? Adressen in der Schweiz?
    3) An die, die den Stator selbst montiert hatten: War das bei euch auch so satt, oder hat Carmo so grosse Fertigungstoleranz?

    BTW: Meine Vermutung mit den Drähten hat sich nicht bestätigt. Da scheuert nichts...

    Vielen Dank für eure Hilfe

    Renato
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  10. #220
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    Zitat Zitat von SwissD6 Beitrag anzeigen
    Hallo Leute!

    Also, ich hab heute mal Hand angelegt und kann euch ein paar Fotos liefern:

    Die Bilder sind in der Anlage und zeigen einen ziemlich abgefackelten Stator. Dabei fällt auf, dass vor allem die Wicklungen in Fahrtrichtung betroffen sind. Das hat zwar nichts mit der Fahrtrichtung zu tun, aber es zeigt, dass der Ölstand ebensowenig damit zu tun hat. Es sind nicht die obersten Wicklungen die zu heiss wurden.
    Als nächstes sind mir feine Schleifspuren aufgefallen, die auf den Bildern auch einigermassen zu erkennen sind. War gar nicht so einfach das einzufangen ;-) Erstaunlicherweise sind auf dem Rotor keine Schleifspuren auszumachen...
    Als ich dann versucht hatte den Stator vom Deckel zu entfernen stellte ich fest, dass der bombenfest sitzt. Ich schätze nun mal, dass der Stator bei der Montage draufgewürgt wurde und schief sass, so dass eine Seite am Rotor schliff. Das bedeutet, dass der Luftspalt an den Wicklungen, die geschliffen haben gelich Null ging und so die Leistung and diesen Wicklungen noch viel höher war als eigentlich angedacht. Oder mit anderen Worten, durch den schrägen sitz wurde der Stator auch elektrisch ungleich belastet.

    Nun habe ich ein paar Fragen an euch.
    1) Wie bekomm ich den Stator vom Deckel? Ist das normal, dass der so krass da drauf gepresst ist? Ein Fall für den Heissluftföhn? (Ja, die Schrauben sind weg...)
    2) Was hält Ihr davon den Stator neu wickeln zu lassen mit 15%-20% weniger Windungen? Damit würde die Lima von 500W gegen 400W kommen und das Material weniger belastet. Wer mach so was und was kostet so was? Adressen in der Schweiz?
    3) An die, die den Stator selbst montiert hatten: War das bei euch auch so satt, oder hat Carmo so grosse Fertigungstoleranz?

    BTW: Meine Vermutung mit den Drähten hat sich nicht bestätigt. Da scheuert nichts...

    Vielen Dank für eure Hilfe

    Renato
    Hallo Renato

    Das ist komisch, dass die Statorwicklung so fest auf dem Deckel sitzt. Wobei ich meine mich zu erinnern, dass das schon ziemlich schlüssig gebaut war...
    Versuch das Teil mit einem Stück Hartholz aus dem Deckel zu hebeln.

    Stator neu Wickeln lassen kannst Du sicher machen. Such mal unter Elekto und Wicklerei, da müsstest Du viele Anbieter finden.
    Der Hauptpunkt meiner Meinung nach ist die thermische Beständigkeit des Isolationslackes. Im Stator herrscht auch mit Compu-Fire Regler immernoch eine Mörderhitze! Ich schätze über 100°C

    Halt uns auf dem Laufenden, was Du machst.

    Gruzz René

  11. #221
    Expert Avatar von SwissD6
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    Das wird ja immer besser...

    Hallo allerseits

    Ich hatte heute wieder mal ein bischen Zeit mich der Sache anzunehmen.

    Also den Stator hab ich runterbekommen, indem ich mit einem Heissluftföhn in einem Abstand von etwa einer Hand breit auf die Mitte des Stators hingehalten habe, bis alles so heiss war, dass ichs von blosser Hand nicht mehr anfassen konnte (wohl so 80°C). Danach den Deckel zusammen mit dem Stator mit dem Deckel nach oben unters fliessende kalte Wasser gehalten. So kühlte der Deckel ab und der Stator blieb heiss. Dann hab ich mit einem Kreuzschraubenzieher (ich glaub es war ein 3er, der passte am besten in die Löcher) den ich in die grossen Löcher des Statorkerns gesteckt hatte, das Ding loswackeln können. Schön rund herum von loch zu loch mit einer Kippbewegung nach innen. Das hat ganz gut geklappt.

    Weil ich darüber nachgedacht hatte das Teil evtl. selbst zu wickeln hats mich unter anderem wunder genommen, wie der Lackdraht mit der Litze verbunden wurde. Dazu hab ich diese Gewebeisolation aufgeschnitten...

    Ich glaub mein erster Gedanke, dass die Kabel zuerst kurz schlossen und so den Windungen den Rest gegeben hatten war gar nicht so falsch. Die Isolation der Litzen war ursprünglich mal gelb. Alles von den Kabeln was innerhalb des Motorgehäuses war war schon braungeschmort. Und ich denke unter der Klemmung hat's dann angefangen durchzuschmelzen. Ausserhalb des motors hab ich gesehen, dass überall dort, wo die Kabel um eine Biegung gingen und aufeinanderlagen die Isolation braun anstatt gelb war.

    Also die Schwachstelle ist wohl eher bei den Litzen. Da fängt alles an. Aber am besten wärs natürlich wenn man die Ströme irgendwie drücken könnte, damit weniger Wärme entsteht.

    Was ich mir noch überlegt hatte, bevor ich diese Litzen gesehen habe:
    - Stator mit weniger Wicklungen für tiefere Leistung und somit weniger Verlustleistung am Stator. Das Wickeln ginge noch aber der Übergang vom Draht auf die Litze ist tricky.
    - Eine Art Strombegrenzung zwischen Laderegler und Batterie. Alle anderen Verbraucher sind ja mehr oder weniger konstant. Die Frage ist, ob der Regler mit allem was da ist die Batterie vollpumpt oder ob das irgendwie kontrolliert abläuft.
    - Einfach einen neuen Carmo rein, weiterfahren und erst wieder in 2-3 Jahren darüber nachdenken...

    Ach ja, das mit den Schleifspuren war auch eine Täuschung. Das hat bloss so ausgesehen, weil der Kern mit gestanzten Blechen aufgebaut ist. Was von der Seite so aussah wie Schleifspuren war nichts anderes als die Stirnseite der Bleche.

    Ich weiss nicht. Was meint Ihr denn so?

    Schöne

    Renato
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  12. #222
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    übrigens...

    Ich hatte die letzten paar Tage das Angebot von Lackdrahten studiert. Das simpelste Zeug hält schon Temperaturen von 180°C aus. Dann gibts verschiedene Materialien die Mechanisch, Chemisch und Thermisch beständiger sind. Das geht bi 400°C beständigkeit bei gleichzeitig sehr hoher Chemischer Beständigkeit. Und dann gibts noch ein Zeugs das von Militär und Raumfahrt benutzt wird was noch mehr aushält. Wird aber kaum bezahlbar sein.

    Ich glaub die Wärme, die unsere Statoren kaputt macht kommt nicht vom Motor, sondern eindeutig von den Strömen im Stator. Da nützt es auch nicht viel wenn der im Öl schwimmt, da das Öl wahrscheinlich nicht bis an die innersten Wicklungen rankommt. Und wenn einmal ein Windungsschluss da ist, geht eine Kettenreaktion los.

  13. #223
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    Hallo Renato

    Deine Ausführungen machen für mich absolut Sinn, aber nur beim Betrieb mit dem originalen aprilia Spannungsregler...
    Ausserdem sollte nach Deiner angegebenen Laufleistung von nicht mal 10'000 km wirklich noch nichts verschmort sein...

    Schau Dir mal die gemessenen Ströme mit dem Compu-Fire im Vergleich zum Originalregler an:

    Genau in der Reduktion der maximalen Stromstärke und somit der Erwärmung der Wicklungen liegt der Vorteil des Serienreglers à la Compu-Fire 55402...

    Habe auch heute extra nochmal die Litzen meiner Stator, Compu-Fire Verbindung angefasst und die bleiben bei laufendem Motor absolut kühl. Auch die Isolation ist noch so flexibel wie am ersten Tag...


    Das es unter dem Limadeckel sehr heiss wird und die Isolation der gelben Litzen darunter leidet sehe ich auch.
    Guck mal die Bilder im Post an: http://www.apriliaforum.net/forum/sh...l=1#post123543
    Auch bei meinem Carmo Stator waren die gelben Litzen nach rund 8'500 km schon braungebacken und die Isolation nicht mehr so flexibel...
    Ich habe deshalb dann, über die im Gehäuse frei verlegten Litzen noch einen Hitzeschutzschlauch gestülpt.
    Zum Vergleich auch mein "zerlegter" Originalstator:



    Da waren die Litzen definitiv nicht das Problem...

    Könnte es nicht vielleicht doch sein, dass ein Montagefehler vor lag und die Litzen unter der Befestigung im Limadeckel einfach zu stark gepresst wurden??

    Gruzz René

  14. #224
    Expert Avatar von SwissD6
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    Hallo René

    Das kann durchaus sein, dass das Problem durch die Montage ausgelöst wurde. Die Halterung für diese Kabelführung war schon ordentlich festgezogen. Und wenn die Litzen da gegeneinandergeklemmt wurden ist es gut möglich dass es mit der Zeit zum Kurzschluss kam. Am Lackdraht kanns jedenfalls nicht gelgen haben, sonst wären die Litzen nicht so abgebrannt.
    Vielleicht ist's auch von der Verlötung von Draht und Litze ausgeganen. Dass es deswegen zu heiss wurde und dann die Isolation der Litze nicht mehr mitgemacht hat.

    Wieauchimmer, ich hatte vorgestern noch zwei Bilder vom abgefackelten Stator und von den Litzen an Carmo geschickt. Einfach so als Info. Vielleicht können die ja was damit anfangen und ggf was modifizieren. Und ein Robert hat mir tatsächlich zurückgeschrieben. Er sagt sie hätten den Stator unterdessen Temperaturresistenter hinbekommen. Draht und Litze. Das ändere aber an der Grundproblematik nichts. Die überlegen sich auch einen anderen Regler im Sortiment der Mille zuzuweisen. Das wäre dann auch ein MOS FET Regler wie unser Compufire.
    Ausserdem hatte er noch geschrieben, dass das was Aprilia mit der schwächeren Lichtmaschine macht eine gute Sache sei. Meinen Vorschlag mit weniger Wicklungen hatte er aber abgetan, da so die Ströme so nur noch höher würden und alles noch heisser wird. (weniger Wicklungen --> tiefere Spannung. Wenn gleich viel Leistung bezogen wird vom Regler steigen die Stöme und alles wird noch heisser). Er meint der einzige Weg sei einen schwächeren Magneten einzusetzen. (Der würde dann früher sättigen, bevor die Ströme zu hoch werden.)

    Naja, dann dachte ich mir, wenn die in den letzten paar Jahren noch etwas bessere Materialien gefunden hatten probier ich's nochmal. So ein Carmo Stator ist ja erheblich günstiger als die Aprilia 370W Variante... Ich hab jetzt einen neuen Stator bestellt. Ich überleg mir aber, die Litzen und die Lötstellen separat mit Teflon-Schrumpfschlauch zu überziehen. Der sollte bis >200°C mitmachen. Bei >300°C beginnt es sich zu verformen. Dann über das ganze diese Gewebetüllen, die beim Stator dabei sein sollten.
    Mit dem abgerauchten Stator versuch ich dann mal selbst einen zu wickeln. Das Material lässt sich alles besorgen wie ich gesehen hab, und es ist nicht mal so teuer. 10m vom richtigen Draht kosten ca 12CHF. Vernünftige Litze kostet dann schon etwas mehr, aber die paar cm die man braucht kosten auch nicht mehr viel. Dann noch schrumpfen und Schutztülle drüber.

    Was den Regler angeht, in deiner Grafik zieht der ca 15A AC seitig. Bei 65V was bei unserer Lima rauskommen sollte sind das fast 1kW! Hast du grad ein Datenblatt von dem Ding? Würd mich interessieren.
    Versuchsweise dachte ich mir ich limitiere den Strom nach dem Stator auf 30A. Bei 14V sind das 420W. Der Einfachheit halber dacht ich mir dass ich vom Stator weg einen 0.05Ohm Leistungswiderstand in Serie schalte. Bei 30A fallen dann 1.5V am Widerstand ab. Wenn der Regler auf +-13.5V regelt liegt bei vollem Leistungsbezug die Bordspannung noch bei 12V. Falls es mehr werden sollte übernimmt die Batterie den Rest. Wenn der Regler Pause macht übernimmt auch die Batterie. Rein von den Einzelleistungen der Verbraucher die ständig an sind müsste es aufgehen (sind alles Annahmen):

    -Instrumenteneinheit vllt 5W
    -Rücklicht LED vllt 2W
    -Lüfter vllt je 5W
    -Benzinpumpe vllt 10W
    -Zündung ? sagen wir auch 10W
    -Steuergerät 5W
    -Abblendlicht je 55W
    -Standlicht je 5W
    -Kennzeichenbeleuchtung 5W
    Total 167W, Da sollte noch genügend übrig bleiben um die Batterie zu laden. Laut Aufdruck auf der Batterie reichen 5A um sie in einer Stunde zu laden. Das sind ca 70W.

    Dazu kämen noch:
    - Hupe
    - Blinker
    - Fernlicht

    Ich werds mal probieren. Wird aber eine Weile dauern. Ich halt euch aber auf dem Laufenden.
    Wenn die Batterie auch so noch ausreichend geladen wird wärs ein einfacher Weg den Strom im grünen Bereich zu halten.

    lg

    Renato

  15. #225
    Forumskern Avatar von Krulle
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    Also 15A kann ich mir nicht vorstellen, das wäre eine Leistung von 1,6KW.
    Die Lima ist mit 500W spezifiziert, was einen Gesamtstrom von 4,4 A entsprechen müsste (pro Litze bei symmetrischer Last rund 1,3A).
    Die Idee mit dem Widerstand kapier ich auch nicht.

    Ich habe da mal ne Frage, da ich mich mit Spulen und Energieerzeugung nicht so gut auskenne:

    Wie verhalten sich die Windungen, wenn sie gegen einen unendlich hohen Widerstand (Sprich Leitungen einfach frei in der Luft hängend) laufen? - Verschmoren die, oder juckt es sie nicht die Bohne und es wird nur Verlustleistung in Form von Wirbelströmen und Umladungsgeschichten umgesetzt?
    Dann nämlich wäre ein Regler mit Strom und Spannungsbegrenzung in Form einer PWM eine ziemlich gute Lösung, um die Lima-Temperatur und abgegebene Leistung so gering wie möglich zu halten.
    Freizeit ist der einzige Reichtum den ich besitze - und den verschwende ich gerne.


  16. #226
    Expert Avatar von SwissD6
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    Die Theoretischen 1.6kW hab ich bloss aus der Grafik gelesen. Ich glaub die Stromwerte stammen von einer Harley. Auf unsere Lima mit 65V wärens dann eben diese 1.6kW.

    Was die offene Windung angeht, kratzt die das nicht, solange es statisch ist. Ich meine wenns konstant offen bleibt. Dann fliesst gar kein Strom. Die Spannung wird ans Maximum steigen (eben diese 65V bei uns). Aber das macht nichts. Vielleicht generiert die Wechselspannung ein bischen kapazitive Ströme zwischen den Windungen. Wird aber verschwindend klein sein.
    Das Problem sind die wechsel von Strom zu kein Strom. Je schlagartiger das vonstatten geht desto mehr schnellen die Spannungen in die Höhe. Und wenn nichts da ist, was das schlucken mag können schon tausende von Volt erreicht werden.
    Wenn PWM, sollte das DC seitigig gemacht werden (Schaltnetzteilprinzip). Die Batterie kann sowas spielend glätten. ich glaube aber kaum dass ein normaler Regler, der so bei Motorrädern eingesetzt wird so eine Schaltung drin hat. Ich denke die sind viel simpler gestrickt.

    Das mit dem Widerstand ist eigentlich simpel. Je mehr strom darin fliesst desto mehr Spannung fällt darüber ab. Wenn das nun so ausgelegt ist, dass 2V darüber abfallen wenn der max akzeptable Strom erreicht wird (Regler 14V, Batterie 12V) dann kann der Regler einach nicht mehr liefern, wenn er die Spannung konstant auf 14V hält und die Batterie von sich aus schon 12V bringt. Wenn die Batterie auserordentlich voll wäre sagen wir 13V, wär der max Srom noch tiefer, bei einer leeren Batterie höher. Also leere Batterie viel Ladestrom, volle Batterie wenig Ladestrom, was ja eigentlich wünschenswert wäre. Die Frage ist bloss ob der Regler nur ein und auschaltet oder ober tatsächlich regelt. Wenn er regelt könnte das mit dem Widerstand ein guter Ansatz sein.

    lg Renato

  17. #227
    Forumskern Avatar von Krulle
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    Mein Hauptziel wäre, die aufgenommene Leistung aus der Lima zu verringern. Was wäre mit einer Phasenanschnittsteuerung? Bzw. Phasenausblendsteuerung? Würde sowas funktionieren?
    Freizeit ist der einzige Reichtum den ich besitze - und den verschwende ich gerne.


  18. #228
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    Hallo Renato und Toni

    Die Ströme in den einzelnen Litzen von der Lima hatte Markus (onlyTwins) schonmal gemessen und zwar mit DREI!! verschiedenen Zangenampèremeter!

    Ergebnisse siehe hier.

    Da fliessen mit dem originalen Regler 25 bis 32 Ampère pro Litze!!!

    Genau aus diesem Grund haben wir dann den Serienregler à la Compu-Fire 55402 evaluiert, weil er den Wicklungsstromkreis quasi unterbricht und somit die Ströme abschaltet. Die dadurch entstehenden Spannungsspitzen haben wir in Kauf genommen und hoffen, dass der Stator gut genug isoliert ist...

    Eine effektive Leistungsreduktion der Lichtmaschine / Alternators erreichen wir nur, in dem wir den Rotor ersetzen. Das Teil ist einfach zu stark magnetisiert und induziert uns zu hohe Ströme in der Statorwicklung. ODER wir vergrössern den Luftspalt zwischen Statorwicklung und drehendem Rotor... Da drauf ist noch keiner gekommen... Ist aber vielleicht ein Problem zum Wickeln, wenn die Polschuhe kürzer werden...

  19. #229
    Expert Avatar von SwissD6
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    Hallo Toni und René


    Na das mit der Phasen -Anschnitt bzw. -Abschnitt Schaltung wär auch nicht grad as richtige. da werden ziemliche Spannunsspitzen und kurze Peakströme auftreten. Und wenn mann schon so weit geht kann man ja auch gleich einen eigenen Regler entwickeln, was nicht so einfach ist, wie es scheinen mag. Um sowas vernünftig hinzubekommen braucht man vernünftige Gerätschaften um die Bedingungen simulieren und messen zu können und entsprechende Tests durchführen kann. Das geht dann ins Geld.
    Am einfachsten nimmt man dann vielleicht einen Regler, der etwas weniger Strom pumpt. Der wird dann aber evtl. auch irgendwann ausfallen, weil er ständig an sein Leistungsgrenze arbeiten muss. Was am Schluss die günstigste Variante ist, bleibt offen.


    Ich bin absolut einverstanden, dass wenn man die Lima "kastriert" das Problem gelöst werden kann. Das mit dem Luftspalt hatte ich mir schon überlegt. Dafür müssen wir aber die magnetischen Eigenschaften des Stators zusammen mit dem Rotor kennen. Mittlerer Kernquerschnitt und mitlere Feldlinienlänge. Ausserdem wird der Luftspalt schon einen gewissen Wert haben, was bedeutet, dass man den ziemlich viel vergrössern müsste, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
    Was aber ein Ansatz sein könnte, wäre den Kernquerschnitt zu verringern. So macht man den Kern zum schwächeren Glied und entlastet die Drähte. So begrenzt der Kern den Strom wenn er sättigt. Die frage bleibt, ob das dann thermische folgen hat.
    Man könnte von einem gebrauchten Kern ein paar Bleche wegnehmen um sowas zu machen. Dazu müssen wir aber die eben genannten Werte wissen, um zu berechnen wieviel man da wegnehmen könnte.


    Was die Idee mit dem Widerstand angeht leg ichs mal auf Eis. Ich habe keinen passenden gefunden, und wenn waren die sauteuer. Günstiger wärs zwei parallel zu schalten. Das wird dann aber zum Gebastel.
    Irgendwelche andere Varianten würden dann auch schon eine erweiterte Schaltung erfordern was dann wieder kostspielig wird wenn mann's ordentlich machen will. Und wenn man schon so weit ist kann man auch gleich einen eigenen Regler designen...


    Ich schrumpf die Litzen und Stossverbinder mal in Teflon ein und sehe dann weiter, ob sich am verbrannten Stator ein paar Bleche abmachen lassen.


    Ich denke bei mir wärs gut möglich, dass das Zeugs abgeraucht ist, weil ich sehr selten und mit grossen Zeitabständen gefahren bin. So war wahrscheinlich die Batterie oft fast leer, was dann die hohen Ladeströme verursacht hat. Ich denke wer seine Batterie ständig an einem Ladegerät hängen hat, wird die LIMA auch weniger belasten.

  20. #230
    Forumskern Avatar von Krulle
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    Puh, da hab ich wohl in Elektrotechnik nicht aufgepasst. 30A ist echt heftig und verwundert mich in der Tat. Mit ein paar Toleranzen habe ich ja gerechnet, aber gleich soviel
    Polrad abdrehen wird definitiv nicht funktionieren (egal ob Axial oder Radial), da die Magnete wohl nur eingepresst sind und sie beim Kontakt mit dem Abdrehstahl splittern würden; oder es den Stahl einfach abschert. Entmagnetisieren mit einem "Gegenmagnet" funktoniert auch nicht? Ok, wird wohl unsymmetrisch werden, aber spielt das eine Rolle?
    Bleiben noch die Stahlbleche des Stators. Aber mehr als 1-2 mm wird hier beim groben Überschlagen der Erinnerungen wohl nicht drin sein. Bringt das was?
    Kann Camro vielleicht einen kleineren Stator wickeln? Dickeren Draht oder einfach weniger Windungen?
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  21. #231
    Expert Avatar von SwissD6
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    Ja das mit dem Abdrehen des Rotors wird wohl auch nichts. Jetzt wo ich deine Zeilen lese denk ich wird mir klar wie der Rotor aufgebaut ist. Der sieht ja so aus als ob zwei Hälften zusammengesteckt sind und dazwischen die Magnete liegen. Ich glaub wenn man da zu viel abtragen würde würden die Magnete sogar rausfallen (kann man den auseinandernehmen und schwächere Magnete einsetzen ).

    Ich hab mir grad den Tread mit der Strommessung angesehen. Ich glaub da liegt ein Messfehler vor. Könnte es sein dass die Stromzangen bzw. das Messgerät auf 50-60Hz ausgelegt waren? Denn wirklich true RMS können nur die richtig, richtig teuren Messgeräte.
    Ich hab mir nähmlich den Stator mal genauer angeschaut. Ich wollte wissen wie der Magnetische Fluss da so fliesst um eben die Feldlinienlänge herauszufinden, was nötig ist, um den gewünschten Luftspalt zu berechnen (mir fehlen aber noch ein paar Daten). Aber ich glaube wenigstens verstanden zu haben wie das da so fliesst. So wies ausschaut sind da 12 Magnete im Rotor,6N und 6S. Das bedeutet dann dass pro Umdrehung 6 Schwingungen stattfinden. Umgerechnet sind das 100Hz bei 1000U/min, und 1kHz bei 10'000U/min. Ein Messfehler wär also möglich. Wenn manns bloss über die Leistung der Lima anschaut solltens eher die 3-4A pro Litze sein.

    Das mit den weniger Windungen hatte ich dem Carmo Typen auch vorgeschlagen. Er meinte das würde die Ströme nur noch mehr in die Höhe treiben.

    Ich Glaub das mit dem Luftspalt oder Reduktion des Kernquerschnitts könnte schon eine Lösung sein. Mechanisch, was die Platzverhältnisse angeht, wär das Verringern des Querschnitts einfacher. Aber ich bin mir nicht sicher ob sich dann der Kern mehr aufheizt oder nicht (ich hatte mal vor langer Zeit sehr viel mit Leistungselektronik zu tun, aber immer nur in umgekehrten Zusammenhang. Da war immer der Strom der Anfang, nicht der magn. Fluss. Wenn ich jetzt die Lima anschaue mus ich wie rückwärts denken .). Was das betrifft muss ich nochmal in die Bücher schauen.

    Luftspalt vergrössern würde bedeuten, dass übers gesamte Drehzahlband die Spannung abgesenkt wird und der Kern später sättigt. Es würde auch bedeuten, dass generell höhere Drehzahlen nötig wären um die Batterie zu laden. Es können bei hohen Drehzahlen aber auch höhere Spannungen erreicht werden als vorher.

    Querschnitt verringern würde bedeuten, die Spannung ab einer gewissen Drehzahl zu limitieren, weil der Kern früher sättigt. Das wäre praxisgerechter was das Laden der Batterie betrifft. Aber wenn dadurch der Kern heisser wird wird das dem Lackdraht nicht gefallen.

    Am einfachsten wäre wenn der Kern vom Stator irgend ein Standardformat hat, welches es in verschiedenen Materialien und Querschnitten gibt. Aber in dieser Richtung konnte ich noch nichts herausfinden.

    Es sieht in alle Richtungen ein bischen nach Sackgasse aus wenn man nur den Stator anschaut...

  22. #232
    Forumskern Avatar von Krulle
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    Top Thema!
    Vielleicht mache Ich mir den Spaß und drehe solch ein Polrad mal ab.
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  23. #233
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    Zitat Zitat von SwissD6 Beitrag anzeigen
    Ich hab mir grad den Tread mit der Strommessung angesehen. Ich glaub da liegt ein Messfehler vor. Könnte es sein dass die Stromzangen bzw. das Messgerät auf 50-60Hz ausgelegt waren? Denn wirklich true RMS können nur die richtig, richtig teuren Messgeräte.
    Ich hab mir nähmlich den Stator mal genauer angeschaut. Ich wollte wissen wie der Magnetische Fluss da so fliesst um eben die Feldlinienlänge herauszufinden, was nötig ist, um den gewünschten Luftspalt zu berechnen (mir fehlen aber noch ein paar Daten). Aber ich glaube wenigstens verstanden zu haben wie das da so fliesst. So wies ausschaut sind da 12 Magnete im Rotor,6N und 6S. Das bedeutet dann dass pro Umdrehung 6 Schwingungen stattfinden. Umgerechnet sind das 100Hz bei 1000U/min, und 1kHz bei 10'000U/min. Ein Messfehler wär also möglich. Wenn manns bloss über die Leistung der Lima anschaut solltens eher die 3-4A pro Litze sein.
    Hallo Renato

    Ja, das war mit 99%-iger Sicherheit so, dass die Zangenampèremeter für 50-60 Hz ausgelegt waren...

    Wir haben in unserer Firma "teure" Netzqualitätsmessgeräte (EVU-Bereich). So ein Teil kostet SFr. ~30'000.-
    Ich sprech mal mit unserem Messtechnikspezi, ob das Teil für eine Messung der Statorströme geeignet wäre...
    Was es sicher kann ist die Harmonischen (Vielfachen von 50Hz) zu messen. Also 100 Hz, 150Hz, 200Hz usw.

    Dann hätten wir mal messtechnische Resultate auf denen man aufbauen kann.

    Danke für Deine Überlegungen im Bereich Elektromagnetismus. Elektrische und magnetische Felder sind und waren leider nie meine Stärke
    Aber wenn wir zu einer Verbesserung/Änderung der Bauform des Stators gelangen, habe ich das Gefühl das Carmo (Robert Carmo) da ein offenes Ohr hätte. Hatte auch schon vor ca. 2 Jahren Kontakt mit ihm.

  24. #234
    Expert Avatar von SwissD6
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    In der Firma in der ich mal gearbeitet hatte haben wir Vorschaltgeräte für etliche diverse Arten von Leuchtmittlen entwickelt. Dafür hatten wir unter anderem auch solche Strommesszangen, jedoch solche, die bis ca 10MHz oder noch mehr aufzulösen vermochten. Die hatte mann dann an ein vernünftiges Oszilloskop gehängt, welches dann den Rest berechnet hat.
    Es würde mich nicht überraschen, wenn der Strom, der da aus dem Stator gezogen wird, alles andere als Sinusförmig ist. Was ich bis jetzt gesehen hab sind die typischen Regler nichts anderes als Gleichrichter in Kombination mit Thyristoren, um die Überschüssige Energie umzuleiten. Bei blossen Gleichrichterdioden verhält es sich so, dass nur Strom Fliesst, wenn die Spannung über der der Sekundärseite liegt (bei uns die Batterie). Also nur dann wenn der Sinusbuckel über den 12 und irgendwas Volt ankommt. Das ergibt dann eher einen pulsförmigen Strom dessen Maximalwert weit über dem effektivwert liegen kann. Und ich denk mal das ist das was mit den Normalen Stromzangen bei der Messung rauskahm.

    Was die Statoren betrifft wärs ja schön wenn Carmo an einer Lösung mitarbeiten könnte. Aber mal ganz ehrlich: um sowas offiziell anbieten zu können muss es ordentlich entwickelt und getestet werden. Und ich glaub nicht dass jemand für die paar Milles einen solchen Aufwand betreibt.

    Apropos, ich warte immer noch auf den neuen Stator. Ist wohl beim Zoll hängengeblieben

    Danach sieht mein Plan so aus, dass ich einfach mal den Stator ersetzte und die Litzen besser isoliere. So kann ich erst mal wieder fahren. Und im Winter dacht ich mir übeleg ich mir eine Strombegrenzerschaltung. Mir schwirrt da was mit MOSFET selbstleitend im Kopf rum. Sowas könnte man plug & play in Serie zum Regler machen. Wenns kaputt gehen solte kann manns einfach wieder rausnehmen. Soweit meine Ideen.

    lg

    Renato

  25. #235
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    Ausrufezeichen Haarrisse Compu-Fire 55402

    Hallo Zusammen

    Ich habe gestern mal meinen Compu-Fire 55402 demontiert und mir die Rückseite angeschaut. Da hatte es leider in der Vergussmasse einige Haarrisse.
    Ich vermute diese Risse in Verbindung mit eindringender Feuchtigkeit führen zu den Kurzschlüssen an den Reglern!
    Ich habe meinen aus diesem Grund rückseitig mit Silikon "versiegelt".




    Bitte kontrolliert Eure Regler und versiegelt diese ebenfalls!

    Gruzz René

  26. #236
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    Hmm... das sieht mir aber eher nach thermischer Ursache aus Hoffen wir mal dass uns die Dinger nicht auch bald um die Ohren fliegen


    Ich hab unterdessen den neuen Stator bekommen. Und der ist tatsächlich etwas anders als der vor 3 Jahren. Die Haben den Kern etwas "schlanker" gemacht. Aber wahrscheinlich eher um ihn besser von Öl umfliessen zu lassen als den Querschnitt zu verringern. Fotos im Anhang.

    Leider passt die mitgelieferte Kabeldurchführung nicht, so dass ich die Alte wieder verwenden muss. Schade..

    Und mit in Teflon einschrumpfen wurde auch nichts, da die Litzen in diese Gewebetüllen verpackt und mit Lack "verbetoniert" waren. Mit auseinandernehmen hätte ich wohl mehr Schaden angerichtet als Nutzen erzeugt. (Wobei... jetzt fällt mir grad was ein. Vielleicht gibts doch noch einen Weg.)

    Ich werde weiter berichten...
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  27. #237
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    Hallo Renato

    Versuch die gelben Litzen innerhalb des Gehäuses noch irgendwie gegen das heisse Öl zu schützen...
    Glasseidenschlauch wäre eine Variante...
    Sag Bescheid, wenn du ein Stück brauchst, dann pack ich Dir das in ein Couvert...
    Da könnte Carmo noch optimieren.
    Liefert Carmo den braunen Stecker immernoch mit? Und sind die gelben Litzen jetzt wirklich so lang, dass die bis zum Regler reichen würden?

    Übrigens wegen Deinen Überlegungen zum Regler und der Strombegrenzung. Du bist ja mehr der Elektroniker als ich, aber Quer- und Längsregler, respektive Shunt- und Series Regulator sagen Dir bestimmt etwas. Der Compu-Fire ist ja ein Längsregler und sollte ja alle oder einzelne Phasen ausschalten, wenn die Leistung nicht benötigt wird. Dies führt zwar zu den bekannten Schaltspannungsspitzen, aber der Strom fliesst ja dann nicht...
    Wenn allerdings die Leistung abgerufen wird, hast Du schon recht, dass der Strom natürlich gleich hoch ist, wie mit dem originalen aprilia Spannungsregler...

    Die Haarrisse führe ich nicht auf ein thermisches Problem vom Compu-Fire zurück. Das Teil wird im Betrieb knapp handwarm. Ich vermute eher, dass die Vergussmasse ziemlich "unelastisch" ist und sogar diese kleinen Temperaturschwankungen genügen, um die Risse entstehen zu lassen.

  28. #238
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    Also, Ich habe jetzt über jede Litze einen Teflon Schrumpfschlauch gestülpt und so weit unter die Gewebetülle geschoben wie möglich. Laut Datenblatt ist der operative Temperaturbereich bis 260°C. Schrumpftemperatur ist bei 330°C. Ausserdem ist Teflon chemisch sehr beständig. Die Dinger waren bloss etwas teuer. Ca 15.- CHF pro Meter. Distrelec nr. 50 68 30.

    https://www.dropbox.com/s/nmz57hxcat...9_DSC_0541.JPG

    Dake für das Angebot wegen des Isolierschlauches. Aber ich glaub so passts.

    Und ja, die Litzen sind wirklich recht lang. So wies aussieht sollte es bis zu Relger reichen. Ich konnte es jedoch noch nicht am Motorrad überprüfen.
    Der Braune Stecker ist auch noch dabei.

    Was die Regler betrifft kommt es halt stark drauf an, wie komplex die aufgebaut sind. Ob nun Längs- oder Querregler. Wenn der Lägsregler sanft ausschaltet entstehen auch keine Spannungsspitzen. Ideal wär, wenn er stufenlos regelt und gar nie ganz ausschaltet. Aber von den Reglern sind keine Datenblätter zu finden.
    Wenn sich jemand dafür interessiert der kann ja mal "3 phase pfc" (oder "vienna rectifier" oder "swiss rectifier") googeln. Da kommen dann gleich ein paar sehr interessante dokumente zum Thema welche zeigen, dass es eben eine ziemlich komplexe Geschichte ist. Die ETH hat vor ca 2 Jahren was zu dem Thema entwickelt...
    PFC steht für power factor control(ler), was heisst, dass möglichts ein sinusförmiger Strom, phasengleich zur Spannung angestrebt wird. Je schlechter der power factor desto höher die Balstung der Leitungen und desto höher sind die Störsignale im Netzt (interessiert im Motorrad aber niemanden).
    Auf das Motorrad bezogen wird das Problem sein, das ganze auf geringem Raum unterzubringen.

    Was die Haarrisse betrifft meine ich auf deinem Bild an drei Stellen etwas schwarzes durchschimmern zu sehen. Könnte sein, dass da 3 Bauteile zu warm werden und nicht ausreichend thermisch mit dem Kühlgehäuse gekoppelt sind. Sieht ein bischen nach "Zeitbombe" aus. Ich schau mir meinen dann auch mal an wenn ich die Lima wieder anbaue. Muss aber erst noch ein paar Grillspiesse und Silikonpaste für die Kabeldurchführung besorgen


  29. #239
    Expert Avatar von SwissD6
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    Der Löwe brüllt wieder

    Hallo allerseits

    Vorgestern hatte ich die letzten Arbeiten abgeschlossen und mein Baby weider betriebsbereit gemacht. Die LIMA stromert wieder und der Regler regelt brav. Laut ein paar einfachen Messungen regelt der Compufire schön konstant auf ca 14.3V an der Batterie, unabhängig von Drehzahl. D.h. er schaltet nicht einfach ein und wieder aus was ja auch gut so ist. Ich glaub nicht, dass der Regler wirklich schuld war, dass die LIMA so schnell abgeraucht ist. Ausserdem sieht mein Regler noch recht jungfräulich aus. Keine Risse und nichts was da schwarz durchschimmert.

    An der Stelle nochmals Dank an René für seine konfektionierten Kabel. Dank der grosszügig bemessenen Länge war die wiederverdrahtung sehr einfach und die gewählten Kabel scheinen völlig unbeeindruckt von der Wärme.

    Heute war dann endlich wieder mal schönes Wetter und ich hatte sogar ZEIT Also los auf den Bock und wieder mal richtig durchgeladen. Mann hat das wieder mal gut getan. Und das Beste and der heutigen Runde: Nicht weit von der Stelle an der ich liegen geblieben war, wurde eine CBR 1000 auf einen Hänger geladen Es erwischt zum Glück nicht immer die italobikes ;-)

  30. #240
    Prospekt
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    Hallo ihr Elektroniker. Ich habe mich nun aus purer Langeweile den ganzen Tag im Forum rumgetrieben und mich über Kinderkrankheiten der Rsv1000r bj:04 belesen. Öde wenn man krank zuhause liegt.
    Ich bin seit mitte des Jahres Besitzer einer Rsv1000r BJ:04 7000km Laufleistung und gerade dabei das Schätzchen für die kommende Saison herzurichten. Der Vorbesitzer hat sie nicht gerade gepflegt und auchmal nen Rutscher auf der Renne damit hingelegt.

    Nun ist mir das mit dem Regler und dem verschmorten Stecker hier ins Auge gefallen und ich hab mich mit meiner Seuche rausgeschleppt(konnte nicht anders ) und den Regler demontiert. nach genauem inspizieren ist mir auch sofort das Übel aufgefallen. auch bei mir ist der Stecker bereits leicht verschmort und die litzen sind im Bereich des Steckers so warm geworden das die Isolierung ein wenig abgegangen ist. Ich hatte jedoch bin heute keine Probleme mit der Ladespannung.
    Jetzt die Frage. Soll ich den Stecker rausschneiden und die Litzen am besten verlöten? Ich habe von Elektronik leider nicht viel Ahnung bin jedoch Karrosseriebauer sodass es mir nicht am handwerklichen geschick mangelt.

    PS: In welchem Thread kann ich Bilder von meinen Umbaumaßnahmen posten.
    VG Martin!

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