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  1. #1
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    Steuerzeiten für Amann Mille RP12

    Moin werte Gemeinde,

    ich benötigen einmal bitte eure Hilfe. Bin gerade dabei meine Ventile einzuschleifen. Logisch das dafür die Köpfe "rollen" mussten. In Vorbereitung des Wiedereinbaus habe ich mir das Werkzeug aus dem Forum besorgt nebst zugehöriger Schablone zum Arretieren der Nockenwellen. Damit sollte es ja richtig einfach gehen....wenn die Schablone denn passen würde.
    Der Motor wurde damals von Harald Amann gemacht (die "normale" Überarbeitung, kein Big Bore...) und unter anderem die SteuerZEITEN nicht aber die Nockenwellen optimiert. Hat jemand eine Ahnung inwieweit er die geändert hat? Hat irgendjemand noch "Kontakt" zu Harald oder Patrick? Würde es mir Helfen eine Standard-Schablone für die Mille zu verwenden?
    Für sachdienlich Hinweise wäre ich euch sehr dankbar!!!


    Anbei noch Eindrücke aus dem Kohleabbau.......


    Grüße
    Jan
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  2. #2
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    Zugegeben, das Thema hat es in sich und niemand möchte "falsche" Angaben machen. Die Folgen der Kaltverformung wären sicherlich immens. Aber sollte ich wirklich der Einzige hier im Forum sein, der einen Amann-Mille-Motor fährt (also gefahren hat...)?

    Grüße Jan

  3. #3
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    Hi Jan,
    in ersten Bild sieht man bei 2:00 Uhr den Ventilsitz deutlich verschmälert mit Kohleauflagerungen, fast schon durchgebrannt. Da muss man mind. neu einschleifen.
    Auf dem zweiten Bild sieht der ganze Sitz rel. breit aus, müsste man mal nachmessen. Ggf. die Sitzbreite korrigieren.
    Zu den Steuerzeiten würde ich weiter versuchen die Werte von H. Amann zu bekommen. Weiß aber nicht, ob er sie so einfach rausrückt.
    Kaum einer hier hat Erfahrung mit Änderung der Steuerzeiten beim RSV Motor. Noch weniger haben einen Amann Motor und noch weniger haben bei diesem die Steuerzeiten selbst eingestellt. Die Chancen auf profunde Antworten sind also gering.
    Für den normalen RSV Motor (auch für die Big-Bore kits) gibt es Tipps im Netz. Problem bei den Amann Motoren sind die bearbeiteten Köpfe. Da sind auch einige 1/10 runtergenommen und somit sind die offenen Ventile näher an den Kolben. Dadurch ändern sich aber auch die Steuerzeiten... Wieviel Platz da noch ist und bei welcher Nockenwellenstellung müsste man nachmessen. Sonst gibt es evtl. aufgrund eines wohlgemeinten Tipps Ventilsalat.
    Als Anhaltspunkt: Mit 2mm Freigang +/- braucht es schon. E: 106°-108° bis A: 108°-110° laufen in der normalen RSV mit etwas Betonung auf den mittleren Drehzahlbereich noch problemlos. Beim Amann?

    Gruß Felix

  4. #4
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    Moin werte Gemeine, und danke felix b!

    Es gestaltet sich etwas schwieriger als ursprünglich gedacht, aber es nimmt Gestalt an..... Harald gibt es so noch, nur halt in einem anderen Geschäftsfeld. Da er damals das ganze Equipment verkauft hat, hat er auch keine genauen Daten mehr da was die Steuerzeiten betrifft. Vielleicht gibt es da ja noch einen Weg... Seine Anleitung deckt sich mit der von Felix. Der kritische Bereich ist der bei der Ventilüberschneidung (Ausstoßen/Ansaugen), da dort jeweils beide Ein- und Auslassventile geöffnet sind. Nach seiner Anleitung sollen 10° vor und 10° nach diesem OT noch min. 2mm Freigang zum Kolben sein. Das Problem an dieser Stelle ist halt, wie kann man bei diesen Fixpunkten (Kurbelwelle nebst Steuerkette müssen arretiert sein) noch die Ventile überdrücken? Das Messen ist einfach.....
    Habe schon eine Idee wie ich das lösen kann, dazu aber später wenn es so weit ist. Da der hintere Zylinder noch drauf ist, werde ich zur Sicherheit die Steuerzeiten einmal ausmessen. Kann ja nicht schaden für die Zukunft.......

    Grüße Jan
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  5. #5
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    Wieso ich den ganzen Mist auseinander gerupft habe, seht selbst....
    Ein ähnliches Bild lässt sich schon in Zylinder 2 erkennen. Zumindest sind dort die Einlassventile auch so verkohlt. Stellt sich also die Frage wieso das so ist (Auslassventile sehen unauffällig aus)?

    Hypothesen:

    1. da alle Einlassventile betroffen sind schließe ich im Umkehrschluss aus, dass alle Ventilschaft Dichtungen defekt sind und das Öl nicht von da kommt ja/nein?
    2. das Öl kommt aus der Airbox von der Entlüftung der Kurbelwelle und wird zwangläufig mit angesaugt mit diesem Ergebnis.....Kohleablagerung + irgendwann undichte Ventile ja/nein? Abhilfe: Entlüftung verlegen
    3. Ventile sind undicht und deswegen sehen sie so aus ja/nein?
    4. Liegt es an der Ventilüberschneidung, so dass es Teile des Abgases in den Ansaugtrakt drückt, obwohl die Grundidee eigentlich andersherum ist (Injektorprinzip) ja/nein?

    Meinungen und Idee sind erwünscht!
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  6. #6
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    Zur Vollständigkeit hier noch die "überarbeitete" Version.
    Nach rund 50.000 km (ca. 45.000 mit dem Paket von Amann) sehen die Lagerschalen der Nockenwellen noch top aus und sind maßhaltig. Das zulässige Spiel beträgt max. 0,06 mm.
    Danke Rotax!!!!
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