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  1. #1
    Hangaround
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    Vorstellung und gleich auch eine Frage zum Kettenrad.

    einen freundlichen an Alle in diesem Forum!

    Mein Name ist Christoph, ich wohne in Osnabrück. Meine Mille ist diese hier:

    https://www.bilder-upload.eu/bild-29...94807.jpg.html

    Sie ist von 2002 und ist gute 55 TKM weit gekommen, davon das letzte Drittel ab 2014 unter mir. Groß sind meine Motorrad-Erfahrungen nicht, begonnen haben sie mit einer Jawa 250, meinem ersten Fahrzeug überhaupt nach dem Führerschein, dann folgte eine Ducati 600 Pantah und darauf eine lange Pause wegen Job und Familie und anderem. Im Wesentlichen habe ich anfallende Wartung und Reparaturen bislang selbst geschafft, dazu das Werkstatthandbuch erworben und, nicht zuletzt fleissig dieses und, solange es bestand, das apriliaforum.de rauf- und runterstudiert. Nun ist es notwendig, den Kettensatz zu wechseln und hierzu will ich mich mit der Bitte um Rat und Hilfe an Euch wenden.

    Meine Frage zielt auf das Kettenrad und hierbei auf dessen Design. Ich suche ein Kettenrad aus Stahl mit 43 Zähnen; kein Aluminium, weil es letztlich tatsächlich weniger haltbar ist und einen Zahn mehr, als die Serie. Soweit ich bisher überhaupt eine Abbildung finden konnte, die tatsächlich das zum Kettensatz gelieferte Kettenrad zeigt, gibt es für die Mille (und eine ganze Reihe weiterer Aprilias) im Markt wohl mehr oder weniger nur etwas in dieser Art hier:

    https://www.bilder-upload.eu/bild-c5...99056.jpg.html

    Ausgesprochen langweilig und einfallslos, wie ich finde und in schwarz zu den blauen Felgen und dem silbernen Kettenblattträger ganz und gar unpassend. Immerhin ist das Kettenrad ziemlich gut sichtbar und, ich jedenfalls, empfände so etwas als (böse) Störung des Kunstwerks Hinterradaufhängung. Vielleicht wäre mir dieses Problem nicht entstanden, wenn ich nicht dieses Kettenrad hier bislang verbaut hätte:

    https://www.bilder-upload.eu/bild-97...00858.jpg.html
    https://www.bilder-upload.eu/bild-21...00908.jpg.html

    Dieses ist aus Stahl. Und so paßt es und so will ich es haben. Optisch. Man mag darüber lächeln, mir ist es halt jetzt zum Wechsel wichtig geworden. Entlacken - oder meinetwegen sogar auch nicht - eines schwarzen Kettenrades und eventuell in silber oder Lasurblau pulverlackieren, so manches könnte ich mir vorstellen, mit Aluminium, welches sehr viel eher ganz hübsche Möglichkeiten bietet kann ich mich nicht anfreunden und das Supersprox Stealth überzeugt mich auch, preislich und optisch nicht. Im Moment sehe ich noch die Möglichkeit, hier vom Wissen der Aprilia-Erfahrenen zu gewinnen. Daher meine Bitte um Rat oder Hilfe:

    Kann mir jemand von Euch damit helfen, wo ich das gleiche (nach Möglichkeit mit 43 Zähnen) oder wenigstens ein ähnliches herbekommen kann?

    Herzlichen Dank
    Christoph

  2. #2
    Expert Avatar von heiggo
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    Hallo Christoph,

    erst mal Glückwunsch zur schicken Mille. Ich glaube, die Zeiten sind vorbei, wo Stahlkettenräder länger halten als Aluminium. Aluminiumkettenräder werden ja gehärtet, sind teilweise aus Ergal 7075 T6 hergestellt. Diese besitzen die gleiche Zugfesttigkeit wie Stahlkettenräder und, der große Vorteil, die sind in allen möglichen Farben erhältlich.
    Ich habe mit diesen https://www.wieres.com/Modul/Online-...ettenrad%20Alu Kettenrädern sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie stehen Stahlkettenrädern in Punkto Haltbarkeit etc. In nichts nach. Vorteil, Du verringerst damit die ungefederten Massen am Hinterrad, was ja auch von Vorteil ist, da sie leichter sind.
    Gut, sind zwar teurer, aber dafür leichter und optisch viel ansprechender.
    Vielleicht schaust Du mal im Netz nach den Eigenschaften von Ergal 7075 T6 nach und lässt Dich überzeugen.
    Viel Spaß beim nachlesen und vielleicht beim ausprobieren.

    Heiggo

  3. #3
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    Bestätige Heiggo's aussage!Seit Jahren fahre ich Aluminium Kettenräder.Sogar haltbarar (Ergal T6)
    als billige Stahl Kettenräder!Wenn ich jetzt schreiben würde wie lange mal ein Alukettenrad gehalten hat ...würdest du es evtl. nicht glauben..
    2 Ketten hab ich auf einem Kettenblatt verschlissen.Alles Top Qualität!Ja ich hab das mal gemacht,weil der Kettenradverschleiß nach der ersten Kette kaum sichtbar war!
    Das sind meine eigene erfahrungen mit sehr vielen unterschiedlichen Kettenkits.
    Manch einer mag andere erfahrungen haben.Oder steht woanders etwas anderes im Netz... .
    Probier mal www.Kettenmax.de aus Berlin .Die waren kompetent und nett.Da gibt es auch farbige... .
    Viel Glück!Lians

  4. #4
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    Auf allen Italinern - Brutale, F4, Tuono - Alukettenräder(Brutale und Tuono von Esjot). Trotz teilweise regnerischen Touren u.a. zur Isle of Man bis jetzt bis zu 40000 km mit einem Kettenrad problemlos. Ketten jeweils DID ZVMX, Kettenspray Motul.
    Lieber Italiener, als gar keinen Spaß.

  5. #5
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    Sitta Kettenrad in rot Eloxiert.... zwar auch Alu aber für mich persönlich das schönste.

  6. #6
    Hangaround
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    Liebe Antwortenden,


    über Eure freundliche Annahme meiner Frage habe ich mich wirklich sehr gefreut. Zunächst einmal haben mir Eure übereinstimmenden Aussagen zu Aluminiumkettenrädern den Zahn mit dem Nachteil der geringeren Belastbarkeit zumindestens doch schon ganz schön gelockert. Immerhin wird es im Netz ja schon ziemlich durchgängig so vertreten. Nicht zuletzt auch bei Kettenmax.de, dort bei der Beschreibung der Alumimiumkettenräder.


    https://www.kettenmax.de/kettenrad-a...13.html?c=3163


    Heiggo, herzlichen Dank für Deinen Glückwunsch. Bei Wieres habe ich auch gleich nachgeschaut und vor allem über Ergal 7075 T6 nachgelesen – das hört sich schon vertretbar an und, da hast Du recht, gewiß ist jede Verringerung der ungefederten Masse kein geringer Aspekt. Teurer ja, aber ich weiß, ein „schwarzer Klotz“ als Kettenrad würde mich ziemlich häufig und über die ganze Laufzeit hinweg, stören. Mit dem Blick auf Aluminium ergeben sich, soweit ich es bis jetzt sehe allerdings viel ansprechendere Möglichkeiten. Ich versuche, mir jede Maßnahme an meiner Mille lange und genau zu überlegen und bin erst dann ganz zufrieden, wenn ich sie passend finde.


    Lians, Dein Ritt auf Ergal 7075 T6 über zwei Ketten hinweg, hat mich allerdings tief beeindruckt. Ich habe noch einmal an Kettenmax.de geschrieben um ein Foto und Antwort zu möglichen Farben zu erhalten. Kettenmax haben sich mir gegenüber als Verkäufer am geduldigsten gezeigt, einige andere schienen ob meiner Fragerei genervt zu sein und antworteten nicht mehr.


    Reppentown, auch Deine Schilderung beeindruckt mich nachhaltig - bestimmt liegt's auch an besonders guter Pflege. Die D.I.D ZVM-X soll es bei mir auch werden, sie wird bei mir alle paar Kilometer automatisch ein Tröpfchen Sägekettenöl bekommen und von Esjot werde ich ebenfalls versuchen, weitere Informationen zu erhalten.


    Und Mr. Bootsy, nachdem ich es mir eine Weile angeschaut habe, stimmt es: zum Niederknien schön! Es braucht sich wirklich nicht zu verstecken, sondern kann es sich im Gegenteil erlauben, in rot hervorzustechen. Aber auch sündteuer, ungefähr im Bereich des Supersprox Stealth, mithin dreimal so viel, wie ein Stahlkettenrad kostet, dafür aber mehr als dreimal so ansprechend.


    Glücklicherweise eilt es nicht, meine Kette ist nur ein wenig ungleich gelängt, so daß sie nicht mehr ganz sauber einstellbar ist, viele Kilometer muß sie in diesem Jahr ja aber nicht mehr laufen.


    Ich werde Euch berichten ...

    Freundliche
    Christoph

  7. #7
    Hangaround
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    eines wollte ich doch noch einmal fragen: weiß vielleicht irgendjemand, von welchem Hersteller mein derzeitiges Kettenrad ist und/oder woher ich es herbekommen kann?

    Christoph

  8. #8
    Hangaround
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    Liebe Forumsmitglieder,

    abschließend will ich insbesondere denjenigen, die mir im Oktober geantwortet haben, wie auch Euch allen zeigen, welches Kettenrad es nun schließlich geworden ist, das nämlich, das Mr_Bootsy vorgeschlagen hat; hier ein paar Links dazu:

    https://www.bilder-upload.eu/bild-d5...57544.jpg.html
    https://www.bilder-upload.eu/bild-de...57094.jpg.html
    https://www.bilder-upload.eu/bild-39...57750.jpg.html

    So sieht sie jetzt aus, mir gefällt's.

    Das zuvor eingebaute Kettenrad übrigens war von der italienischen Firma CHT Chiaravalli und hatte die Bezeichnung 2058 THF 42T. Gefunden habe ich es schließlich für knapp 36 Euro in Italien bei der Firma RED Racing Parts aus Imperia, die es mir allerdings, nachdem ich es Anfang November bestellt habe, bis heute nicht geliefert haben. So bekam ich die Möglichkeit, mich für Aluminium zu entscheiden.

    Danke noch einmal für die Beratungen!
    Wünsche Euch einen schönen Sonntag
    Christoph

  9. #9

    Kurze Anmerkung...

    Sieht gut aus, aber das Kettenrad ist falsch herum montiert, die Durchsetzung muss auf die andere Seite. Dein Bezugspunkt ist der Kettenradträger, dort muss die flache Seite ohne Durchsetzung dran.

    Grüße, Alex

  10. #10
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    Kurze Anmerkung

    Hallo Alex,

    stimmt. Verflixt noch mal, Du hast Recht. Danke für Deine Aufmerksamkeit und Deinen Hinweis!

    Er hatte mich schon einigermaßen verunsichert, so regte sich zunächst auch Widerstand und ich habe bereits die Formulierungen gesucht, warum Du nicht richtig liegen kannst. Es hat tatsächlich eine ganze Weile gedauert bis ich es begriffen habe: der Bezugspunkt ist der Kettenradträger, damit wird korrekt der Abstand der Kette zur Innenseite der Schwinge und damit die Fluchtlinie zum Ritzel festgelegt. Der Abstand der Kette zur Radnabe ist eben nicht entscheidend. An dem Punkt hatte ich den Denkfehler und von selbst wäre ich sicherlich nicht auf meinen Irrtum gekommen. Also wirklich vielen Dank!

    Stellt sich mir noch die Frage, ob ich die verringerte Weite, die ich jetzt zwischen den "Anlageflächen" der Schwingeninnenseiten mittels einer Scheibe auszugleichen habe? Bei der Montage ist mir das nicht in den Sinn gekommen und dementsprechend ist mir auch nichts aufgefallen.

    Meinen freundlichen Gruß
    Christoph

  11. #11
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    Ist ja spannend!
    Verstehen tue ich das trotzdem nicht. Alle bisher gefundenen Montageanleitungen, WHB, etc. sind unisono der Meinung: "....Anlageflächen des Kettenrads etwas einfetten oder einölen, Kettenrad mit Aufschrift nach außen montieren...."
    Bei mir fluchtet die Kette auch ganz famos zum Ritzel. Abstand zur Schwinge ganz unproblematisch, kein ungleichmäßiges Belastungsbild der Antriebskette, Ritzel, Kettenblätter.

    Hat Aprilia mit seinem Kettenblatt-Träger einen gänzlich anderen Ansatz? Einbaulage des Kettenblattes im Mille-WHB ist nicht beschrieben oder ich habe das noch nicht gefunden....

    Bitte klärt mich auf.

  12. #12
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    Kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es so montiert falsch ist.



  13. #13
    Hangaround
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    Der Kettenradträger hat ja immer den selben Abstand zum Hinterrad egal wie rum man das Kettenrad montiert.

    Da das originale Kettenrad ja komplett eine Stärke hat, ist es klar, dass es mit den Zahlen nach außen montiert wird. Da die meisten nachgefertigten Kettenräder einen Absatz haben müssen sie mit der glatten Seite ohne Absatz zum Kettenrad montiert werden, da ansonsten die Kettenflucht um die Höhe des Absatzes verschoben wird.

    Vg Marius

  14. #14
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    @M-Jay
    Diese Annahme stimmt nur, solange das Kettenblatt an der Verschraubung die oirginal Materialstärke hätte. Dem ist bei den Zubehör-Kettenblättern aber nicht so (Gewicht, Design, Materialersparnis), was die Vermutung nahe legt: gefluchtet (Ritzel - Kettenblatt) wird auf der Felgenseite.

    Ich habe also mal nachgemessen:
    AFAM Z42A01 - Kettenblatt: durchgehende Stärke von 7,5 mm, kein Versatz Zahnkranz zur Auflagefläche. Einbaulage also egal.
    JT Sprocket C49 JTR702 - Kettenblatt mit "versetztem Zahnkranz": Stärke der Auflagenfläche innen 5 mm, Zahnkranz 7,5 mm. Beschriftung im überhängendem Versatz.

    D.h. der Kettenblatt-Träger kommt um die Differenz von 2,5 mm beim JT Sprocket dichter an die Felge. Der dickere Zahnkranz gleicht dies aber aus, wenn das Blatt mit der Beschriftung nach aussen montiert wird. Es steht dann die fehlenden 2,5 mm über dem Kettenblatt-Träger Richtung Schwinge (aussen) und der Abstand Felge - Kettenlauf ist wieder gewährleistet. Würde ich dieses Kettenblatt anders herum montieren, addiert sich der Versatz Richtung Felge mit dem Ergebnis, das die Kette am Mantel schleift bzw. 5 mm Versatz nach innen hätte.
    Immer unter der Voraussetzung, das das Kettenblatt wie beim JT mit unterschiedlichen Stärken gearbeitet ist.

    Wäre also eher die Frage, ob die Schwinge genug "Flex" hat, die 2, 5 mm des Beispiels auszugleichen und ob Aprilia tatsächlich vom Kettenblatt-Träger aus fluchtet, oder von der Felgenseite.

    Letzteres macht m.M.n. mehr Sinn wegen der verschiedenen möglichen Reifenbreiten, den Abstand zur Felge immer gleich zu gewährleisten.

    So, jetzt kommt Ihr....

  15. #15
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    Hi Gero,
    schau Dir das nochmal in Ruhe an. Es ist so wie in #9/10/13 beschrieben. Die Bezugsfläche ist die Innenseite des KeRa-Trägers.
    Selbst ohne montiertem KeRa ändert sich diese Bezugsfläche nicht, da der Träger mit eigenen Distanzen fixiert wird und die Kettenraddicke keine Rolle spielt. Das Kettenrad liegt nur an der Innenseite des Trägers auf, sonst nirgends. Die Bolzen selbst stecken in Buchsen und stehen unten nicht am Rad an.
    D.h. baust Du den Durchsatz nach außen dran wird die Kettenflucht um die Tiefe des Durchsatzes nach außen verlagert. Somit ist jetzt die Kettenflucht verändert. Stell Dir einfach das Kettenrad mal mit 4mm und mit 6mm Durchsatz vor. Es wandert dann immer weiter nach außen. Montierst Du es aber immer mit der glatten Fläche zum KeRa-Träger ändert sich die Flucht nicht, nur die Bolzen müssen immer weiter durchgesteckt werden. Das macht z.B. bei der Falco Probleme weil da kein Platz mehr zur Schwinge ist und die Bolzengewinde plötzlich an der Schwingeninnenseite sägen. Um das Ganze jetzt noch ein bißchen lustiger zu machen hat AP, soweit ich mich erinnere, bei den RR Modellen ein KeRa mit Durchsatz nach außen verbaut. Da ist aber die ganze Rad-Schwingen-Motorgeinbaugeometrie des RR Rahmens darauf abgestimmt. Bei der RP nicht.
    Soweit die Theorie. Zum Glück kann ein Kettentrieb aber mit ein paar mm Versatz noch umgehen, ohne gleich das Zeitliche zu segnen. Der Verschleiss nimmt aber etwas zu.

    Gruß Felix

  16. #16
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    Hi Felix,
    wieder was gelernt!
    Der Kettenblatt-Träger hat ein Distanzstück. Dies "elastische Distanzstück" Nr. 18 (http://www.wendelmotorraeder.de/hint...901161042.html) des Kettenblattträgers begrenzt den Weg zur Felge und liegt wohl am Radlager auf.
    Dennoch liegen auch die "elastischen Fixierbuchsen" Nr. 9, mit denen das Kettenblatt am Träger festgeschraubt wird, bündig auf den Ruckdämpfern der Felge auf ( bei "dünnem" Kettenblatt, unter 7,5mm Dicke). Und die Ruckdämpfer sind bündig mit der Felge, hmmm.
    Da sollte dann doch nach Deiner Meinung ein Spalt sein, wenn der Kettenblatt-Träger durchs Distanzstück auf korrektem Abstand gehalten wird bei Einbau eines Kettenblatts "unter Maß". Ist aber bei meiner Ersatzfelge nicht der Fall. Habe ich da was falsch montiert?

  17. #17
    Expert
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    Hi Gero,
    welche Felge hast Du drin? Die innere Distanz Nr.18 hast Du auch verbaut? Bei meinen KeRädern ist da immer ein Spalt von ca. 0,5-0,75mm zwischen KeRa und Felge. Die Dämpferbuchse steckt auch ca. 1-2mm tiefer in der Bohrung und schließt nicht völlig plan mit der Felge ab. Die Bohrung ist ausreichend tief, sodass der Bolzen nicht unten aufsteht. Bei den Ozetten geht dei Bohrung sogar durch. Die Länge des Bolzens ist incl. Mutteransatz ca. 31mm. Die Buchse selbst ca. 28mm tief. Die Bohrung für die Buchse ca. 31,2mm. Wenn also der Ansatz vom KeRa dünner als original ist, müsste der Spalt zwischen KeRa und Felge zunehmen. Wenn da kein Spalt ist würde ich mit das nochmal ganz genau ansehen.

    Gruß Felix

  18. #18
    Hangaround
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    Hallo,

    entschuldigt, daß ich jetzt erst zum Antworten komme; schönen Dank fürs Interesse und Eure Antworten.

    Alex Hinweis hat mir keine Ruhe gelassen und so habe ich in dieser Woche beim Aprilia-Händler im Umkreis, bei einem im weiteren Umkreis und schließlich beim von mir hochgeschätzten und zufällig einmal in der Not kennengelernten
    Herrn Kollmer aus Lahr, bei Kämna, bei einem Sitta-Händler sowie beim Sitta-Importeur und abschließend bei der Firma Esjot angerufen. Man gab mir jeweils die Auskunft, das Sitta-Kettenrad beziehungsweise ein Kettenrad mit Durchsetzung werde so montiert, daß die Durchsetzung (nennt sich das wirklich so?) zum Kettenradträger hin und damit nach außen weist; damit ist dann auch die Beschriftung, Zahnzahl usw. zu erkennen und eben die Durchsetzung selbst, so wie auf meinen Fotos zu sehen. Die Antworten kamen jeweils auch sofort und selbst auf meine Frage, daß sich mit solcher Montage die Kettenlage nach außen hin verlagern würde, erklärte man mir, so habe der Einbau zu erfolgen. Mit zwei Ausnahmen: der Sitta-Händler erinnerte sich an ein Problem - dabei ging es seiner Erinnerung nach um Distanzen -, welches es einmal bei einer RSV gegeben habe und nur Herr Kollmer meinte, die Kettenlage werde durch den Kettenradträger definiert, demnach sei das "geschüsselte" Kettenrad mit seiner Durchsetzung zur Radnabe hin zu montieren.

    Und damit hat er mit Alex und Marius und mit Felix Recht. Die Bezugsebene ist die Fläche des Kettenradträgers, an der das Kettenrad anliegt.

    Gero, es verhält sich tatsächlich so, wie es Dir Felix geantwortet hat: die Distanz von Kettenradträger zu Radnabe wird nicht durch die Stärke des Kettenrades hergestellt, sondern allein durch das Distanzstück Nr 18. Würde man den Kettenradträger mit den Bolzen (wobei, Felix, ich meine, die Bolzen müssen nicht weiter, sondern, je dünner das Kettenrad ist, desto weniger weit durchgesteckt werden) ganz ohne Kettenrad anbauen, so würde sich einfach nur ein großer Spalt ergeben oder je dünner das Kettenrad ist, desto größer wird der Spalt zwischen Kettenrad und Radnabe bzw. Felge. Abstände zu Schwinge oder Reifen werden durch die Kettenradstärke damit auch nicht beeinflußt. Sehr wohl aber die Flucht zwischen Ritzel und Kettenrad. Wenn die Durchsetzung nach außen, zur Schwinge hin montiert ist, liegen deren Flächen nicht mehr auf einer Linie/Ebene, sondern um die Stärke der Durchsetzung versetzt und zwar liegt das Kettenrad dann in Fahrtrichtung gesehen weiter nach links versetzt, weswegen das Kettenrad und damit auch das Hinterrad nach rechts ausgerichtet werden muß, um die Flucht herzustellen, wenn man wie ich mit einem Punktlaser arbeitet. Richtet man sich nach den Markierungen auf der Schwinge oder benutzt eine Lehre und beachtet damit nicht, daß Ritzel und Kettenrad auf nun zwei Ebenen liegen, so muß die Kette eine S-Kurve beschreiben. Und daran hätte ich es bemerken müssen! Weil ich nämlich diese Flucht erst hinbekommen habe, als ich die Kettenspanner so eingestellt hatte, daß der in Fahrtrichtung gesehen rechte um ganze zwei Striche weiter herausgedreht war! Heute Abend habe ich das Kettenrad umgedreht, nun stimmen die Schwingenmarkierungen (fast ganz) genau überein.

    Ich habe es nicht seriös nachgeprüft, möchte aber zur Ehrenrettung noch anführen, daß es sich, so weit ich es nachgesehen habe, bei japanischen Motorrädern beispielsweise, andersherum verhält und das geschüsselte Kettenrad mit der Durchsetzung nach außen montiert wird, weil das Kettenrad dort an den Kettenradträger geschraubt wird, der dann in die Felge gesteckt wird, zu der der Kettenradträger im Gegensatz zu den RSV nicht ausdistanziert ist. Ich habe mir das aber wirklich nur flüchtig angeschaut! Irgendwo kommt das aber ja her: "Aufschrift und Durchsetzung immer nach außen."

    Vielen Dank für Eure Teilnahme, besonders noch einmal an Alex, der mich auf meinen Fehler aufmerksam gemacht hat und so das Thema anstieß.

    Euch allen stets Gute Fahrt
    Christoph

  19. #19
    Member
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    Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

    Und "genaues" Prüfen gibt Euch recht. Der Spalt zur Felge ist auch bei mir vorhanden, sowohl bei den Ozetten, wie den Standard-Felgen. Manchmal hat man einen Knick in der Optik. Alles nachvollziehbar und verständlich.

    Jetzt mein individuelles ABER:
    Es geht bei den von mir genutzten Kettenblättern um +/- 2mm Versatz, je nach Einbaulage. Mit der "Durchsetzung" nach aussen (Beschriftung sichtbar) gewinne ich genau diese Distanz zur Reifenflanke (190/55) und damit passt der Reifenwärmer dann noch mit "Widerstand" zwischen Kette und Reifenflanke durch, wo´s sonst richtig eng und materialmordend zugeht. Spezialproblem und für die Straße irrelevant.

    Der Versatz ist zumindest nach dem bisherigen Verschleißbild absolut tolerabel. Die Kette arbeitet eh mit Spielraum, läuft aber nicht "stramm einseitig versetzt". Meine Erfahrung zweier Kettensätze.

    Und ein weiters "Argument" für die Durchsetzung nach aussen ist die Optik, da die blanken Kettenblätter m.M.n. so glatt "billig" wirken.
    Wenn ich für ein eloxiertes, schön designtes Kettenblatt viel Geld hinlege, um dann aber die Optik (aus technisch zwar nachvollziehbaren Gründen) "verstecke", macht´s für mich keinen Sinn.

    Ich denke, der falsche Versatz ist für mich vertretbar. Die og. Gründe lassen mich einen evtl. höheren Verschleiß (bisher nicht ersichtlich an Ritzel oder Kettenblatt) in Kauf nehmen. Die mögliche S-Kurve der Kette (+/- 2mm) ist auf über einen halben Meter Kettenlänge (bei mir Welle zu Achse, ca. 63 cm) und in Bezug auf das sowieso vorhandene Spiel des Antriebsstrangs m.M.n. vernachlässigbar.
    ABER: das war mal wieder ein schönes AHA für mich und dafür auch von mir ein fettes DANKE, wieder was gelernt!!

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